Donnerstag, 22. April 2004

Stellenabbau bei der Post geht weiter: Bis 2006 verlieren 4.000 Beschäftigte ihren Job

  • Derzeit Analyse der Auswirkung der Post-Liberalisierung
  • Post verhandelt mit möglichen strategischen Partnern

Post-Chef Wais hat die Fortsetzung des Stellenabbaues bekräftigt. Noch heuer sollen 1.000 Jobs fallen, bis 2006 soll der Personalstand von derzeit 27.000 auf 23.000 Vollzeitkräfte abgespeckt werden. Gleichzeitig verhandelt die Post derzeit mit möglichen strategischen Partnern über die "Einbindung in ein strategisches Netz".

Diese "Partnersuche" sei ein "Hauptthema für 2004" und eine "logische" Folge der weiteren Unternehmensstrategie, erklärte der Post-Generaldirektor. Die Verhandlungen seien "ständig im Laufen". Einen exakten Zeitplan nannte er aber nicht. Zuletzt hatte vor allem die Deutsche Post wiederholt Interesse an einer österreichischen Beteiligung angemeldet. Laut Wais würde aber ebenso die holländische Post die Kriterien für eine sinnvolle Partnerschaft erfüllen.

Im Zusammenhang mit dem Personalabbau sagte Wais, man sei gerade dabei, die Auswirkung auf den Liberalisierungsschritt 2006 zu analysieren - die weitere Liberalisierung des Postmarktes für alle Sendungen über 50 Gramm und Öffnung des Zugangs zu den Hausbrieffächern. Bis zum dritten Quartal soll eine neue Mittelfristplanung vorliegen. Dies könne "noch wesentliche Veränderungen für das Unternehmen bringen". In einigen "Bereichen, wo der Wettbewerb kommt", sei die Österreichische Post "noch total Weg vom Fenster", sagt Wais.

Den bisher geplanten organisatorischen Umbau des Unternehmens wird die Post AG heuer weitgehend abschließen. Mit dem Briefzentrum Villach wird heuer das letzte von künftig insgesamt sechs neuen zentralen Verteilzentren eröffnet werden. Auch die Konzentration der Zustellbasen von ursprünglich 1.880 auf 450 Postämter soll bis August abgeschlossen werden. Die Post erhofft sich dadurch eine weitere Beschleunigung der Briefzustellung.
(APA/red)

22.4.2004 14:11