Verbund verkauft seine 45 Prozent an der Gletscherbahn Kaprun AG
- Konzentration auf die "Kernkompetenzen"
- Veräußerung durch Kaprun-Unglück unterbrochen
Der börsenotierte Verbund will sich von seinen Anteilen an der Gletscherbahnen Kaprun AG trennen. Hintergrund ist der Wunsch, sich auf die "Kernkompetenzen" (Erzeugen und Verkaufen von Strom) zu konzentrieren. Abgestoßen werden die 45 Prozent im Paket, also im Ganzen. Über den Verkauf sei schon im Jahr 1999 gesprochen worden, doch dann sei das Unglück von Kaprun dazwischen gekommen.
An der Gletscherbahnen Kaprun AG beteiligt sind neben dem Verbund derzeit die Gemeinde Kaprun (34 Prozent), der Tourismusverband und die Kapruner Promotion- und Lift-GmbH (zusammen 14 Prozent). Der Rest teilt sich auf Kleinaktionäre auf, unter anderem die Mitarbeiter. Sie halten 0,5 Prozent. Das Stammkapital der Gletscherbahnen beträgt 4,43 Mio. Euro. Eine Zergliederung in kleine Einheiten wolle man nicht.
Verkaufsabsichten hat der Verbund bereits seit 1999. Damals wurden die Aktien des einzigen Salzburger Gletscherskigebietes bei einem Nominalwert von 1.000 Schilling (72,67 Euro) mit 6.000 Schilling (436 Euro) gehandelt. Mittlerweile soll dieser Wert bei 580 Euro liegen.
Nach dem Unglück vom 11. November 2000 mit 155 Toten wurden die Verkaufsabsichten gestoppt. Der Verbund wollte den Gletscherbahnen helfen und "jetzt, wo alles wieder in ruhigem Fahrwasser ist, wird das Vorhaben", realisiert, so Gletscherbahnen-Pressesprecher Harald Schiffl. Zwischen 2001 investierten die Gletscherbahnen in zwei moderne Seilbahnen 36 Mio. Euro.
Über Interessenten sowie einen Kaufpreis könne man derzeit und wolle noch nichts sagen, so Schulze. "Es gibt für den Verkauf überhaupt keine Eile", betonte der Verbund-Sprecher. Die Salzburg AG habe bereits signalisiert, dass sie kein Interesse an den Verkauf habe.
(apa, red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Tirol10:21
Betrunken am SteuerProbeführerscheinbesitzerin mit 1,7 Promille Alkohol im Blut von Polizei angehalten
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.

