Welteke-Nachfolger: Uni-Professor Weber ist offiziell neuer Bundesbank-Chef!
- Noch kein Termin für Anhörung vor der Bundesbank
- Notenbanker haben kein Vetorecht

·Welteke-Affäre: Debatte um Gehalt
Welteke soll weiterhin 350.000 € kassieren
·Bundesbank-Chef Welteke tritt zurück!
Der deutsche Banker stolpert über Hotel-Affäre
Die deutsche Bundesregierung hat den Wirtschaftsweisen Axel Weber offiziell für das Amt des Bundesbankpräsidenten nominiert. Das Kabinett sei seinem Vorschlag gefolgt, erklärte Finanzminister Hans Eichel am Mittwoch in Berlin. Der SPD-Politiker lobte Weber als international ausgewiesenen Experten der Geld- und Währungspolitik.
Die Bundesbank ist von der Regierung informiert worden, setzte aber noch keinen Termin für eine Anhörung des Kandidaten an. Dabei wird es um die fachliche Eignung Webers gehen. Ein Vetorecht hat die Notenbank nicht.
Zu Gerüchten über einen möglichen Rücktritt von Bundesbankvizepräsident Jürgen Stark äußerte sich die Bank nicht: "An Spekulationen beteiligen wir uns nicht". Im Berliner Finanzministerium wurde befürchtet, dass Stark sein Amt hinschmeißen könnte, falls er nicht an die Spitze der Bank berufen werde. Stark wird Nähe zur Union bescheinigt.
Die Regierung hatte am Dienstagabend überraschend den Kölner Wirtschaftsprofessor als Nachfolger von Ernst Welteke vorgeschlagen. Welteke war wegen der Affäre um einen von der Dresdner Bank bezahlten Aufenthalt im Berliner Luxushotel Adlon zurückgetreten. Mit 47 Jahren wäre Weber der jüngste Präsident der Bundesbank. Seit zwei Jahren gehört der renommierte Wirtschaftswissenschaftler dem Sachverständigenrat der Bundesregierung an. Der Personalvorschlag war von Wirtschaft und Politik einhellig begrüßt worden.
(apa, red)
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