Kein Stahl mehr! Voest-Werk muss für eine Woche zusperren
- Krems: Zwangsurlaub für 640 Mitarbeiter ab Mitte Mai
- Gewinnentgang wird mit einer Million Euro beziffert

Kein Stahl, keine Arbeit beim börsenotierten Linzer Stahlriesen voestalpine: Das Werk in Krems muss Mitte Mai für eine Woche zusperren! 640 Mitarbeiter müssen Urlaub machen. Bei voestalpine rechnet man mit einem Produktionsentgang von rund 8.000 Tonnen und einem Umsatzverlust von 4,5 bis 5 Mio. Euro. Der Gewinnentgang durch den einwöchigen Produktionsstopp wird mit rund einer Million Euro beziffert.
In der Woche ab 17. Mai soll das Voest-Profile-Werk im niederösterreichischen Krems still stehen, bestätigte Konzernsprecher Wilhelm Nitterl Dienstagnachmittag gegenüber der APA. Die betroffenen rund 640 Mitarbeiter sollen in dieser Woche - in die 21. Kalenderwoche fällt der Feiertag Christi Himmelfahrt - Urlaube abbauen.
Andere Werke der Voest im In- und Ausland seien nicht betroffen, sagte Nitterl. Der vorübergehende Produktionsstopp in Krems werde aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf den Konzern haben.
Das Werk in Krems, das zur Voest-Division Profilform, leide unter der weltweiten Stahlknappheit, ausgelöst durch den zuletzt enormen Bedarf Chinas, und habe nicht genug Stahl, um Profile und Formrohre (vor allem für die Baubranche) zu produzieren.
Die Verluste aus der zurückgenommenen Produktion werden die Stahlkonzerne laut ORF mittelfristig auf ihre Abnehmer abwälzen, etwa die Baubranche und die Autozulieferindustrie. Die Kfz-Zulieferer freilich haben langfristige Verträge mit ihren Lieferanten. (apa)
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