Dienstag, 20. April 2004

Leistungsbilanz drehte 2003 ins Minus: Mit 0,9 % noch im "ausgeglichenen Bereich"

  • Mäßiges Wachstum und steigende Importzahlungen
  • Starker Euro hat die Exporte erschwert

Österreichs Leistungsbilanz hat 2003 leicht ins Minus gedreht. Auf Transaktionsbasis ergab sich ein Defizit von 2,0 Milliarden Euro, nach einem kleinen Überschuss von 0,4 Milliarden Euro im Jahr davor. Dies gab die Oesterreichische Nationalbank bekannt. Mit 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liege das Defizit aber noch im "ausgeglichenen" Bereich von plus/minus einem Prozent.

Ausschlaggebend für das Drehen des Leistungsbilanzsaldos war vor allem der gegenüber 2002 rückläufige Überschuss der Teilbilanz Waren- und Dienstleistungszahlungen (2,5 Milliarden nach 4,4 Milliarden Euro). Als Grund nannte die Notenbank steigende Importzahlungen sowie ein nur mäßiges Wachstum der Exporte. Vor allem die Konjunkturschwäche in Deutschland und der starke Euro hätten die Exporte erschwert, hieß es.

Die Reiseverkehrsbilanz als wichtigste Dienstleistungskomponente hatte 2003 mit 2,0 Milliarden Euro einen stabilen Überschuss. Österreichs Tourismusanbieter, so die OeNB, hätten im vergangenen Jahr weitere Marktanteile gewonnen.
(APA/red)

20.4.2004 10:57