Österreichs Eishockey-Team will erstmals mit Sieg in eine Weltmeisterschaft starten!
- Heutiges Spiel gegen Frankreich ist richtungsweisend
- Bei Sieg wäre Tür zur Zwischenrunde weit offen

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Österreich auf Rang 12
Gleich im ersten WM-Spiel geht es für das österreichische Eishockey-Team um extrem viel: Gelingt heute (12:15 Uhr) gegen Frankreich ein Auftaktsieg, würde die ÖEHV-Auswahl einen Riesenschritt Richtung Zwischenrunde machen. Bei einer Niederlage gegen den Aufsteiger wäre die Relegation wohl nicht zu vermeiden. Die Statistik spricht aber gegen die Mannschaft von Herbert Pöck: Noch nie seit dem Wiederaufstieg 1992 hat Österreich das erste Spiel bei einer WM gewonnen.
Die Auslosung brachte stets übermächtige Gegner, diesmal aber eine reelle Chancen für eine erfolgreichen Einstieg. "Von der Leistung her sollten wir Frankreich schlagen können. Aber das ist eine schnelle Mannschaft und spielerisch stark", warnt Pöck, der die Mannschaft in den vergangenen Tagen auf den Rhythmus für die ungewohnte Beginnzeit 12:15 Uhr eingestellt hat. "Wir müssen ihnen äußersten Respekt entgegen bringen und mit einer Einstellung ins Spiel gehen, als würde es gegen Russland gehen", so der Teamchef.
Vorgewarnt sind die Österreicher. Bei WM oder Olympia datiert der bisher letzte Sieg aus dem Jahr 1987, danach gab es sechs Niederlagen und zwei Remis. Und beim Euro-Challenge-Turnier im November setzte es in Briancon eine 0:3-Niederlage. Seitdem haben nicht nur die Österreicher Verstärkung erhalten, sondern auch die Franzosen.
Franzosen unberechenbar
Im Tor steht mit Cristobal Huet der zweite Schlussmann der Los Angeles Kings, der eingebürgerte Franco-Kanadier Sebastien Bordeleau brachte es sogar auf 251 NHL-Spiele. Aufzupassen gilt es auch auf das Amiens-Sturmduo Jonathan Zwikel und Francois Rozenthal, die in der französischen Liga die Punktewertung bzw. die Torschützenliste gewonnen haben, sowie Schweden-Legionär Maurice Rozenthal von Leksand.
"Sie sind unberechenbar, haben viel Talent. Aber wir haben junge, hungrige Spieler. Wenn wir unser Bestes geben, dann werden wir gute Ergebnisse machen", ist Dieter Kalt überzeugt. Kalt ist einer der Routiniers, der die junge Mannschaft mit sieben WM-Neulingen führen soll. Bis ins Viertelfinale, so die Hoffnung. "Wir kommen unserem Ziel, Platz acht, immer näher, davon bin ich überzeugt. Wenn wir einen guten Start haben, dann hast du Mannschaften, die du an guten Tagen schlagen kannst und nicht auf ein Wunder hoffen musst", sagt der Kapitän mit Blick auf die Schweiz und die möglichen Zwischenrunden-Gegner Deutschland und Lettland.
(apa/red)










