Bundesliga: Der GAK nach 3:1-Sieg bei der Austria jetzt eindeutig auf Meisterkurs
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Die Abschlusstabelle
der Saison 2003/04
Jetzt hat der GAK alle Trümpfe in der Hand! Die Grazer siegen im Hammer-Hit der 32. Runde bei der Austria verdient mit 3:1 und haben jetzt alle Trümpfe in der Hand, den ersten Meistertitel der Klubgeschichte einzufahren.
Der Austria wurde allerdings vom Schweizer Star-Schiedsrichter Urs Meier ein reguläres Tor von Gilewicz aberkannt (34.), zudem flog Dheedene in der 47. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Vier Runden vor Schluss liegt die in der Bundesliga seit 30. November 2003 ungeschlagene Truppe von Ex-Austria-Trainer Walter Schachner damit drei Punkte vor dem Titelverteidiger. Die Austrianer mussten gegen die spielstarken, disziplinierten Gäste die erste Niederlage in der Ära von Sportmanager Günter Kronsteiner hinnehmen.
Vor den Augen der Teamchefs Hans Krankl (Österreich) und Otto Baric (Kroatien) begann der GAK gleich mit breiter Brust. Die Hausherren gingen hingegen vor allem in der Defensive übernervös zu Werke und brachten kaum durchdachte Aktionen zu Stande. Die Führung der Grazer kündigte sich bei einem Kollmann-Kopfball (5.) und einem Pötscher-Schlenzer (20.) - Didulica parierte jeweils - an, der Meister aus Wien sorgte lediglich bei einem vermeintlichen Elferalarm (23., Ehmann klärte jedoch mit dem Kopf, nicht mit der Hand) und einem Schuss von Janocko aus aussichtsreicher Position (25., weit über das Tor) für Aufsehen.
In der 32. Minute schlug der aufgewecktere GAK dann zu. Nach einem weiten Kopfball von Standfest lieferten sich Afolabi und Kollmann ein Laufduell, bei dem beide Akteure zu Boden gingen. Bazina war der lachende Dritte, der Kroate kam aus dem Hinterhalt angebraust und donnerte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen.
Reguläres Gilewicz-Tor aberkannt
Erst durch das Gegentor erwachte die Austria etwas auf, die Kronsteiner-Truppe machte viel Dampf und stand bereits zwei Minuten nach dem 0:1 vor dem Ausgleich. Doch der Schweizer Referee Meier und seine Assistenten leisteten sich einen groben Schnitzer. Rushfeldt riss alleine vor GAK-Goalie Schranz der Ball ab, Gilewicz war zur Stelle und beförderte den Ball regelkonform über die Linie. Gilewicz jubelte jedoch zu früh, denn Meier hatte fälschlicherweise eine Abseitsstellung gesehen.
Die wutentbrannten Fans antworteten mit vollen Bierbechern und Feuerzeugen, die Austrianer mit weiteren Chancen. Rushfeldt überlief Ehmann und verfehlte nur knapp das lange Eck (36.), zwei scharfe Freistöße von Vastic (39.) und Dheedene (45.) wurden eine Beute von Schranz.
Für den Belgier Dheedene war es die letzte Möglichkeit in diesem Spiel, denn nur zwei Minuten nach der Pause musste der Defensivmann in der Kabine. Meier zeigte Dheedene nämlich nach einem Luftkampf mit Muratovic Gelb-Rot (47.). Damit fühlte sich der GAK in der "Höhle des Löwen" endgültig pudelwohl. Ein Mann mehr auf dem Feld, zudem die 1:0-Führung im Rücken - nun konnte die Schachner-Truppe perfekt kontern.
Kollmann beendet Ladehemmung
Und das tat sie auch. Bei einer Doppelchance scheiterten Sionko und Kollmann noch an Didulica (54.), ehe der GAK dann wenige Minuten später die Entscheidung herbeiführte. Nach Pass von Muratovic traf Kollmann völlig unbedrängt vom 16er durch die Beine von Afolabi ins lange Eck. Für den Leader der Bundesliga-Schützenliste (23 Tore) war dies der erste Treffer nach 777 torlosen Minuten. Zuletzt hatte Kollmann in der Bundesliga am 7. März gegen Salzburg getroffen.
Während die Austria wenig entgegenzusetzen hatte, setzte Sionko mit einem wuchtigen Schuss an die rechte Stange nach (62.). Das 3:0 fiel aus einem Bilderbuchkonter der Grazer - über die Stationen Goossens und Bazina landete der Ball bei Amerhauser, der den Ball im kurzen Kreuzeck versenkte (80.). Der Ehrentreffer im längst entschiedenen Spiel gelang Rushfeldt mit einem von Majstorovic abgefälschten 25-m-Schuss (89.).
(apa/red)
