Sonntag, 25. April 2004

Kampf um den GP von Imola: Ferrari droht sogar mit Rückzug aus der WM

  • Montezemolo: "Man muss mit uns auch reden"
  • Gazzetta: "Nur ein GP in Italien - das ist unvorstellbar"

Ferrari setzt alle Hebeln in Bewegung um den GP von Imola zu behalten. Scuderia-Chef Luca die Montezemolo droht ob der geplanten Regeländerungen sogar mit einem Rückzug seines Teams: "2007 könnten wir uns auch zurückziehen", zitiert die italienische Zeitung "La Stampa" am Sonntag di Montezemolo.

Der Italiener reagierte damit auf die vor dem Großen Preis von San Marino in Imola bekannt gewordenen geplanten Reglementsänderungen des Internationalen Automobil-Verbandes FIA für 2008. Die radikalen Reformen sehen unter anderem eine Reduzierung der Motoren von 3 auf 2,4 Liter und von zehn auf acht Zylinder vor. Elektronische Fahrhilfen sollen drastisch eingeschränkt werden. Zudem schwebt FIA-Präsident Max Mosley vor, dass die Teams künftig Chassis und Teile verkaufen oder verleihen können und es nur noch einen Reifenlieferanten gibt.

Vehement sprach sich di Montezemolo gegen die geplante Streichung Imolas aus dem WM-Kalender aus. "Bevor man hier einen Grand Prix wegnimmt, muss man auch mit uns reden", wies er auf die Bedeutung dieses Rennens für Ferrari und Italien hin. "Diese Strecke ist nach Enzo und Dino Ferrari benannt. Hier zählt auch unsere Meinung, wir werden Imola verteidigen. Nur noch ein Grand Prix in Italien, das ist unvorstellbar", wurde er in der Gazzetta dello Sport zitiert.
(apa/red)

25.4.2004 14:01
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