Formel 1: Michael Schumacher gewinnt in Imola auch den vierten Saison-Grand-Prix
- 74. Sieg für denFerrari-Star / Klien macht keine Punkte
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Schumis 7. Triumph oder Wachablöse?
Die rote Fadesse geht weiter. Zwar stand nach dem Qualifying erstmals kein Ferrari auf der Pole, sondern Jenson Button im BAR, am Ende hatte aber wieder die Scuderia die Nase vorn. Michael Schumacher feiert den vierten Saisonsieg im vierten Rennen, seinen sechsten in Imola und den 74. seiner Karriere. Jenson Button feiert auf Rang zwei das beste Resultat seiner Laufbahn. Christian Klien kann keine Akzente setzen, wird 14. und bleibt damit weiter ohne Punkte.
Am Samstag hatte Button Schumacher mit der ersten Pole seiner Karriere noch die Show gestohlen, aber am Renntag zeigte der Weltmeister wieder allen den Meister und krönte sich mit seinem sechsten Sieg im Autodromo Enzo und Dino Ferrari zum Imola-König. Er ist damit auch der erste Pilot seit 14 Jahren (Nigel Mansell 1992) der die ersten vier Saisonrennen gewonnen hat. Nach den Erfolgen in Australien, Malaysia und Bahrain machte "Schumi" in Imola den vierten Streich perfekt.
Dabei blieb Button am Start eiskalt, zeigte keine Nerven sondern einen Super-Start. Schumacher hingegen wurde fast in ein wildes Anfangs-Scharmützel zwischen Montoya und seinem Bruder Ralf verwickelt. Button nutzte das, um vorne weg zu fahren. "Er verschwand praktisch im Nichts. Es war, als ob er im Trockenen und ich im Regen fahre. Dabei hatte ich gedacht, in der ersten Kurve mit Jenson um die Führung zu kämpfen", gestand Schumacher später.
Als Schumachers Bridgestone-Pneus aber auf Renntemperatur waren, nahm alles den geplanten Ferrari-Verlauf. Der 35-Jährige lag bereits wieder dicht hinter dem BAR-Honda von Button, als der 24-jährige Brite früher als der Deutsche zum ersten Boxenstopp musste, was auf ein leichteres Auto im Training schließen ließ und auch ein wenig die überraschende Pole erklärt.
War ihm auf der Strecke das Überholmanöver nicht gelungen, entschied Schumacher das Rennen nun eben in der Box. Während Button schon in der neunten Runde als Führender erstmals zum Tanken und Reifenwechseln kam, drehte Schumacher draußen zwei, drei superschnelle Runden, wickelte einen perfekten Stopp ab und kam als Leader ins Rennen zurück.
Damit war der Kampf um den Sieg auch schon entschieden, denn in der Folge machte Schumacher Button und den Rest des Feldes zu Statisten, führte phasenweise fast 20 Sekunden vor Button, bereits deutlich vor dem Renn-Ende konnte Schumacher bereits wieder "abdrehen". "Es war schwieriger als wir gedacht hatten, denn der erste Rennteil von Jenson war wirklich super", sagte Schumacher. Button freute sich auch über seinen ersten zweiten Platz in der WM. "Die erste Runde war wirklich ein fantastisches Gefühl, das Auto war freilich im Renntrimm etwas unruhiger als im Training, so der Engländer.
(apa/red)
