Montag, 19. April 2004

Formel Gähn auch in Europa? Vieles spricht in Imola für Michael Schumacher

  • Schumi hat in Imola bereits fünf Siege zu Buche stehen
  • PLUS: Der aktuelle Stand in der Formel-1-WM

Im vierten Rennen der Saison kommt die Königsklasse des Motorsports wieder nach Europa. Im "Autodromo Enzo e Dino Ferrari" von Imola heulen am Wahl-Wochenende die Motoren. Und wie schon in den ersten drei Rennen ist eine Dominanz von Michael Schumacher zu befürchten. Der Weltmeister, der bislang eine "perfect season" fährt: "In Imola waren wir traditionell immer sehr stark."

Und auch Niki Lauda "befürchtet", dass Schumacher in Imola neuerlich eine Klasse für sich sein wird. "Vor der Haustüre war Ferrari immer stark. Wenn Michael hier gewinnt, kann er wohl nicht mehr eingeholt werden", erklärte die österreichische F1-Legende.

Seinen ersten Imola-Sieg holte Schumacher am 1. Mai 1994. An jenem Tag, an dem der dreifache Champion Ayrton Senna (BRA) in der Anfangsphase des Rennens tödlich verunglückt war. Einen Tag zuvor war der Österreicher Roland Ratzenberger bei einem schweren Crash im Training gestorben. "Es war ein schreckliches Wochenende", erklärte der 35-Jährige vor der Rückkehr auf den inzwischen stark umgebauten Kurs. Von 1999 an feierte Schumacher vier weitere Siege, nur Bruder Ralf konnte 2001 mit seinem ersten Grand-Prix-Sieg diese Serie unterbrechen.

Scuderia setzt neuen Motor ein
Ferrari, das beim Heimrennen einen neuen Motor einsetzen will, hat seit Bahrain viel getestet und das Auto permanent weiter entwickelt. Trotz der drei Saisonsiege gibt es für den souveränen WM-Spitzenreiter keinen Grund, das Titelrennen ruhiger angehen zu lassen. "Sich auszuruhen auf seinen Lorbeeren ist der erste Schritt zur Niederlage", warnte Schumacher vor Übermut. "Es geht immer weiter, es geht immer noch ein bisschen besser. Und wir haben viele Bereiche, in denen wir ansetzen können und werden."

Imola droht das GP-Aus
Die italienischen Medien rufen derweil die Ferraristi auf, sich den WM-Lauf nicht im Fernsehen, sondern im Autodromo anzuschauen. Ein volles Haus soll ein zusätzliches Argument für Imola auf dem WM-Kalender sein. Der Traditionsstrecke droht die Streichung aus dem Grand-Prix-Programm, da die Anlage zum Teil veraltet ist. (apa/red)

19.4.2004 15:03
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts