Freitag, 23. April 2004

Tennis-Grand Prix in St. Pölten: US-Star Agassi löst Mega-Run auf Tickets aus

  • Turnierboss Holzer: Drei Tage "quasi ausverkauft"
  • Insgesamt bis zu 31.000 Zuschauer erwartet

Die Vorbereitungen auf den 11. Tennis-Grand Prix in St. Pölten laufen auf Hochtouren. Die Veranstalter des mit 375.000 Dollar dotierten ATP-Turniers haben vor einigen Wochen mit der Ankündigung aufhorchen lassen, dass Andre Agassi an die Traisen kommen wird. Laut Turnierboss Hans Holzer plant er fix mit dem Turnier als French-Open-Vorbereitung - und löst damit einen Run auf die Karten aus.

"Wir haben heute das Terminaviso bekommen. Wir wissen, in welchem Flieger er sitzt und zu welcher Uhrzeit er ankommen wird", freute sich Holzer über das Antreten des Superstars. Die Nachfrage seit Bekanntwerden dieses Deals sei enorm. "Wir sind am Mittwoch, Donnerstag und Freitag quasi ausverkauft", meinte Holzer. Dank der Verpflichtung des US-Amerikaners werden auch wegen Zusatztribünen wieder Zuschauerzahlen wie zu den Glanzzeiten von Thomas Muster erwartet. So hofft der Turnierdirektor auf gesamt 31.000 Fans im Verlauf der Turnierwoche vom 16. bis 22. Mai.

Agassi hat selbst das Interesse bekundet, in St. Pölten anzutreten. "Wir haben ihm das Gefühl gegeben, dass er hier eine relaxte Roland-Garros-Vorbereitung erwarten kann und bieten ihm ein Maximum an Sicherheit." In Sachen Agassi wird es beispielsweise auch ein eigenes Sicherheits-Meeting geben. Auch im Vorjahr war Andy Roddick schon streng bewacht worden und nach den Anschlägen von Madrid ist die Sache keineswegs leichter geworden.

2004 wird der Grand-Prix dank Agassi also ein echtes Highlight im österreichischen Turnierjahr werden, ein Höhepunkt, um den andere Turnierorganisatoren die Niederösterreicher beneiden. Wie es aber nach diesem Jahr in St. Pölten weiter geht, steht noch in den Sternen. "Dieses Jahr laufen alle Verträge aus. Ob es der Lizenzvertrag ist, oder jener mit Titelsponsor Raiffeisen", erläutert Holzer, dem ab diesem Jahr auch offiziell Ronnie Leitgeb als zweiter Turnierdirektor zur Seite steht. Die Lizenz selbst ist übrigens im Besitz einer Schweizer Gesellschaft.

(apa)

23.4.2004 15:51