Spannung vor dem Giro: Garzelli wirft Simoni den Fehde-Handschuh hin
- Radprofi will es wissen: "Ich bin der komplettere Athlet"
- 87. Auflage der Radrundfahrt ohne extreme Steigungen

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Wichtige Etappenrennen und Rundfahrten
Der italienische Radprofi Stefano Garzelli (Vini Caldirola) will es wieder wissen: Nachdem er den Giro d'Italia bereits im Jahr 2000 gewonnen hatte, geht er bei der am 8. Mai beginnenden 87. Auflage erneut auf den Gesamtsieg los. "Nach einem ersten und einem zweiten Platz möchte ich wieder das Maximum: Einen Sieg", erklärte er in einem Interview mit der italienischen Nachrichtenagentur ANSA. Der derzeit laufende Giro del Trentino dient dabei als optimale Vorbereitung.
Die Etappen des Giro 2004 scheinen ihm auf den Leib geschneidert zu sein, glaubt Garzelli, der vor vier Jahren als Teamgefährte von Marco Pantani bei Mercatone Uno aus dessen Schatten getreten war. Nicht einmal die Bergwertungen wie Gavia-Pass (2.618 m) oder Mortirolo (1.855 m) bereiten dem 30-Jährigen Kopfzerbrechen.
In den Bergen wird es Garzelli denn auch mit seinem erklärten Hauptkontrahenten zu tun bekommen, dem zweifachen Giro-Triumphator Gilberto Simoni (2001 und 2003). "Simoni mag ein stärkerer Bergfahrer als ich sein, aber ich glaube ich bin der komplettere Athlet, vor allem bei Sprints und in gewissen Flachpassagen."
Saeco-Fahrer Simoni hingegen sei nur auf besonders steilen Strecken unschlagbar. "Heuer fehlen aber diese extremen Steigungen zwischen 18 und 22 Prozent", konstatierte Garzelli, weshalb der aus Varese stammende Teamkapitän von Vini Caldirola Simoni dem Vorjahrssieger den Fehde-Handschuh hinwirft.
Dass der Giro deshalb nur zu einem Zweikampf werden könnte, glaubt Garzelli allerdings nicht. Er räumt auch dem jungen Ukrainer Jaroslaw Popowitsch oder seinen Landsleuten Dario Frigo und Francesco Casagrande Chancen ein. Vor allem den 34-jährigen Casagrande, der am Ende seiner Karriere den Traum von einem Giro-Sieg verwirklichen will, dürfe man nicht außer Acht lassen. (apa/red)
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