Olympia 2004: IOC will Ausfall der Spiele von Athen versichern lassen
- Kein Misstrauen aber "hartes Risiko-Management"
Das IOC will sich gegen den Ausfall der Sommerspiele von Athen versichern lassen. Wie die Londoner "Times" berichtet wird laut IOC-Pressechefin Giselle Davis eine Absicherung über 180 Millionen Dollar gesucht. Man wolle damit aber kein Misstrauen den Veranstaltern gegenüber ausdrücken, sondern betreibe lediglich "hartes Risiko-Management"
Allerdings hatte sich das IOC schon wiederholt kritisch über den Stand der Vorbereitungen geäußert, es bestehen nach wie vor große Zweifel, ob alle Wettkampfplätze rechtzeitig fertig werden. Experten wundern sich, wieso das IOC so lange mit dem Abschluss einer Versicherung zugewartet hat, geben dem Komitee aber auch wenig Chancen, eine solche zu annehmbaren Konditionen zu erhalten.
Das IOC hat sich im Gegensatz zur FIFA bisher nie gegen den Ausfall einer Veranstaltung abgesichert. Für die Fußball-WM 2002 in Südkorea und Japan war zuletzt eine Police für 12,7 Millionen Dollar (10,54 Millionen Euro) von der FIFA abgeschlossen worden, die 850 Millionen Dollar (706 Millionen Euro) abdecken sollte. Nach dem 11. September 2001 hatte die Versicherungsgesellschaft diese Vereinbarung jedoch gekündigt.
(apa/red)
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