Montag, 19. April 2004

Die Karriere des Diego Maradona: Vom Vorortkicker zum "Göttlichen"

  • Highlight: Weltmeister 1986 mit Argentinien

30. Oktober 1960: Geburt in Lanus, einem Vorort von Buenos Aires

20. Oktober 1976: Debüt in der argentinischen Meisterschaft in den
Reihen der Argentinos Juniors gegen Talleres (0:1)

14. November 1976: Erste zwei Meisterschaftstore gegen San Lorenzo

22. April 1977: Erster Teameinsatz bei 5:1 gegen Ungarn

2. Juni 1979: Erstes Länderspieltor beim 3:1 in Glasgow gegen
Schottland

1979: U20-Weltmeister mit Argentinien in Japan (3:1 im Finale
gegen die UdSSR)

Februar 1981: Transfer von Argentinos Juniors zu den Boca Juniors

Juli 1982: Transfer zum FC Barcelona

Juli 1984: Transfer zu SSC Napoli

Juni 1986: Weltmeister mit Argentinien bei WM in Mexiko. Maradona
erzielt im WM-Viertelfinale gegen England das erste Tor beim 2:1
unübersehbar mit der Hand und erklärt, "die Hand Gottes" habe ihn
geleitet.

8. Juli 1990: Niederlage im WM-Finale in Italien (0:1 gegen
Deutschland)

17. März 1991: Positiver Dopingtest. Der Napoli-Star wird vom
italienischen Verband und weltweit wegen Kokain-Konsums für 15 Monate
gesperrt.

September 1991: Ein Gericht in Neapel verurteilt Maradona wegen
Besitz und Weitergabe von Kokain in Abwesenheit zu 14 Monaten Haft
auf Bewährung.

März 1993: Engagement bei FC Sevilla.

August 1993: Beginn einer Hungerkur in Uruguay, um die Folgen der
Drogensucht zu überwinden.

Februar 1994: Maradona schießt mit einem Luftgewehr auf
Journalisten, die vor seinem Haus bei Buenos Aires warten. Er wird
später zu zwei Jahren und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt.

25. Juni 1994: Letztes Match im Teamdress bei der WM in den USA
beim 2:1 gegen Nigeria. Wegen Verstoßes gegen die Doping-Bestimmungen
wird er nach diesem Vorrundenspiel von der WM ausgeschlossen und im
August für 15 Monate weltweit gesperrt. Ihm wird der Gebrauch von
Ephedrin nachgewiesen.

Oktober 1995: Comeback bei den Boca Juniors (sieben Tore in 30
Matches)

August 1997: Der Argentinische Fußballverband gibt bekannt, dass
das Idol erneut gedopt gewesen ist. Dank einer umstrittenen
Richterentscheidung darf Maradona weiter spielen.

25. Oktober 1997: Letztes Match bei 2:1 gegen River Plate

August 1999: Maradona verliert einen Vaterschaftsprozess in Buenos
Aires. In einer außerehelichen Affäre soll er eine Minderjährige
geschwängert haben.

Jänner 2000: Vermutlich nach einer Überdosis Kokain wird Maradona
in eine Privatklinik in Buenos Aires eingeliefert. Er beginnt wegen
seiner Sympathie für Staatspräsident Fidel Castro eine Entziehungskur
auf Kuba. Die Ärzte diagnostizieren ein vom Kokainmissbrauch
verursachtes Herzleiden.

Jänner 2001: Bei einem Besuch in Rom empfangen Steuerfahnder
Maradona, um ihm einen Zahlungsbefehl über 50 Milliarden Lire
(umgerechnet rund 26 Millionen Euro) Steuerschuld zu übergeben.
Während seiner Zeit in Neapel seien Millionen am Fiskus vorbei
geschleust worden. Maradona: "Das ist alles nur eine große Lüge".

19. April 2004: Maradona wird mit einem schweren Herzanfall in
kritischem Zustand in ein Spital von Buenos Aires eingeliefert.
(apa/red)

19.4.2004 15:29