Sonntag, 25. April 2004

Wahl-Motive: Für Fischer sprachen die Themen Neutralität & soziale Gerechtigkeit

  • Ferrero setzte auf außenpolitische Kompetenz
  • Frauen-Frage für Ferrero-Wähler nur zweitrangig

Der neue Bundespräsident Heinz Fischer hat vor allem mit den Themen Neutralität und soziale Gerechtigkeit gepunktet. Laut einer Ifes-Umfrage haben 76 Prozent seiner Wähler das Thema "Bewahrung der Neutralität" als sehr wichtig genannt, 74 Prozent haben den "Einsatz für soziale Gerechtigkeit" angegeben. Für ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner habe vor allem die außenpolitische Kompetenz gesprochen.

Bei den Fischer-Wählern sind Neutralität und soziale Gerechtigkeit mit Abstand die entscheidenden Motive. Der "Einsatz für die Anliegen der Frauen" wurde von 37 Prozent als Motiv genannt, 33 Prozent gaben die "außenpolitischen Leistungen" an.

Die Ferrero-Wähler hingegen haben die "außenpolitischen Leistungen" mit 64 Prozent an die erste Stelle gereiht, gefolgt vom "Einsatz für soziale Gerechtigkeit" (59 Prozent). 53 Prozent nannten die "Bewahrung der Neutralität", 47 Prozent den "Einsatz für die Anliegen der Frauen".

Ifes-Chefin Imma Palme wies darauf hin, dass die Ferrero-Wähler sich in erster Linie wegen der außenpolitischen Kompetenz für die ÖVP-Kandidatin entschieden haben, die Frauenfrage sei nachgeordnet. Dies sei ein "Zeichen der Normalität", betonte die Meinungsforscherin.
(apa/red)

25.4.2004 15:57