Bundespräsidenten-Wahl: Wer folgt Klestil? Jetzt geht es nur noch um Stunden!
- Fischer & Ferrero buhlten bis zuletzt noch um Stimmen
- Polit-Experte Filzmaier rechnet mit knappem Ergebnis
·Fischer "mit großer Zuversicht" im Finale
Siegessicherer Fischer will
Sonntag Gipfel erreichen
·Klestil mahnt: Gehen Sie wählen!
Staatsoberhaupt: Das ist
Pflicht in einer Demokratie
·BP-Wahl: So tippen Meinungsforscher!
Experten-Tipps: 3 x Fischer, 2 x unentschieden
·Ferrero würde Jörg Haider angeloben
Trotz kritisierten Sagern zur "Beschäftigungspolitik"
·FPÖ-Spitze outet sich für Ferrero!
Gorbach: "Benita, weil sie frischen Wind bringt."
·FPÖ-Politikerinnen für Ferrero-Waldner
Haubner und Bleckmann unterstützen VP-Kandidatin
·Wer soll in die Hofburg einziehen?
Mitstimmen & schauen, wer im Finish führt!
·Schreiben Sie uns Ihre Meinung!
Wird Heinz Fischer ein guter Bundespräsident?
Obwohl der Wahlkampf offiziell am Freitag zu Ende gegangen war, kämpften die beiden Hofburg-Kandidaten auch am Samstag noch um jede Stimme. Ferrero-Waldner forderte ein Verbot der Käfighaltung bei Hühnern und bezeichnete den Tierschutz als eines ihrer zentralen Anliegen. SPÖ-Tierschutzsprecherin Ulli Sima bezeichnete dies als "völlig unglaubwürdig". Der Politologe Peter Filzmaier erwartet für den Wahlsonntag ein knappes Ergebnis.
Im Radio-Mittagsjournal des ORF merkte Filzmaier ferner an, bei einer Niederlage von Fischer würde eine unmittelbare Führungsdiskussion in der SPÖ gegen Parteichef Alfred Gusenbauer einsetzen.
Keine Auswirkungen auf nächste Nationalratswahlen
Sollte Ferrero-Waldner verlieren, werde es zwar eine Richtungsdiskussion innerhalb der ÖVP geben, die längerfristig auch in eine Führungsdiskussion münden könne. Jedenfalls sei - "wer immer gewinnt" - bis zur Nationalratswahl 2006 der Erfolg für keinen möglichen Sieger konservierbar. Auswirkungen könnte es allenfalls auf die EU-Wahlen im Juni geben.
Was den Wahlkampf betrifft, meinte Filzmaier, dass beide Kandidaten Erwartungshaltungen ihres jeweiligen Wählerpotenzials bedient hätten. Damit sei auch der Eindruck einer gewissen Oberflächlichkeit und Themenleere zustande gekommen.
Hick-Hack um Legebatterien als Wahlkampf-Schlusspunkt
Ferrero-Waldner forderte ein Verbot der Käfighaltung bei Hühnern und bezeichnete den Tierschutz als eines ihrer zentralen Anliegen. Als "völlig unglaubwürdig" wurde dies von der SPÖ- Tierschutzsprecherin Ulli Sima bezeichnet. Immerhin habe Außenministerin Ferrero-Waldner im Ministerrat zugestimmt, dass Legebatterien in ganz Österreich erlaubt seien. Sima sprach von einem "plumpen Wahlkampf-Manöver" der ÖVP-Kandidatin. Ferrero-Waldner meinte, die Alternative heiße für sie Boden- und Freilandhaltung.
Fischer rechnet mit Sieg
SPÖ-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer zeigte sich am Samstag erneut zuversichtlich für die Wahl. "Die ganze Zeit der Wahlauseinandersetzung hat mir einen Riesenspaß bereitet und nachdem, was ich heute wieder gesehen und erlebt habe, bin ich noch optimistischer, dass ich der nächste Bundespräsident sein werde".
Der SPÖ-Kandidat startete bereits um 5.30 Uhr seine Tour durch Wien. Um 12.30 Uhr war der 2. Nationalratspräsident in der Lugner City zu Gast, wo er "Mausi" Lugner Frage und Antwort stand.
Nach einem Besuch des Tiergartens Schönbrunn und des Donauzentrums fand sich auch Außenministerin Ferrero-Waldner um 14 Uhr in der Lugner City zu einem Gespräch mit der Baumeister-Frau ein.
Schlagabtausch am Freitag
Am Freitag gab es bei den Abschlusskundgebunden zum Wahlkampf noch einen letzten Schlagabtausch zwischen den Präsidentschaftskandidaten. Knapp 2000 Sympathisanten haben Heinz Fischer am Freitag bei seiner Abschluss-Kundgebung in Wien einen begeisterten Empfang geboten. In seiner 30-minütigen Rede im Museumsquartier zeigte sich Fischer für die Wahl am Sonntag optimistisch und hofft auf "50 plus x" für sich. Benita Ferrero-Waldner freute sich bei ihrer Abschluss-Veranstaltung am Graben über die "tolle Aufholjagd". Auf der Zielgeraden sei man dabei auf die Überholspur zu wechseln.
"Ich weiß, dass man den Tag nicht vor dem Abend loben darf, aber die Chance, dass wir als erste auf dem Gipfel sind, diese Chance ist sehr groß", meinte der begeisterte Bergsteiger Fischer unter dem Applaus seiner Anhänger. Es werde am Sonntag ein "rot-weiß-rotes Wahlergebnis" geben, das gewährleisten werde, "dass ihr euch in den nächsten sechs Jahren auf den Bundespräsidenten unter allen Umständen verlassen könnt".
Neutralität wieder Hauptthema
Kritik übte Fischer in seiner streckenweise betont kämpferisch vorgetragenen Rede einmal mehr am Neutralitätsverständnis seiner Gegenkandidatin Benita Ferrero-Waldner. Man dürfe die Neutralität nicht als überholt und unzeitgemäß vom Tisch wischen. Wenig hält Fischer auch von Ferrero-Waldners Ankündigung, im Fall eines Wahlsieges Türen und Tore der Hofburg öffnen zu wollen. "Was nützt die Einladung in die Hofburg, wenn dann niemand zu Hause ist?", so Fischer in Anspielung auf die Ankündigung Ferrero-Waldners, 70 Prozent ihrer Zeit als Bundespräsidentin für die Außenvertretung Österreichs aufwenden zu wollen.
Benita Ferrero-Waldner gab ihre Abschluss-Kundgebung am Graben in Wien. Die VP-Kandidatin freut sich dabei vor allem über die "tolle Aufholjagd". Sie gehe dem Sonntag mit guten Gefühlen entgegen, schließlich "sind wir jetzt dabei auf die Überholspur zu wechseln."
(apa/red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Tirol10:21
Betrunken am SteuerProbeführerscheinbesitzerin mit 1,7 Promille Alkohol im Blut von Polizei angehalten
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.
