Donnerstag, 22. April 2004

Höhere Wahlbeteiligung in Wien als bei letzter Bundespräsidenten-Wahl

  • Auch Kärntner strömten zahlreich zu den Wahlurnen
  • Bisher geringe Wahlbeteiligung in Salzburg

In Wien zeichnete sich heute eine leicht höhere Wahlbeteiligung als bei der letzten Bundespräsidentenwahl ab. Bei bewölktem, windigem und kühlem, aber trockenem Wetter haben bis um 14.00 Uhr 42,27 Prozent der Wiener ihre Stimme abgegeben.

Im Vergleich dazu belief sich die Wahlbeteiligung beim letzten Urnengang 1998 um die selbe Zeit auf 45,76 Prozent. Die endgültige Wahlbeteiligung lag 1998 in Wien bei 63,40 Prozent. Das teilte die Leiterin der Wiener Landeswahlbehörde, Stadträtin Renate Brauner, in einer Aussendung mit.

Viele Kärntner wählten schon am Vormittag
Bei vergleichsweise schönem Wetter zeichnete sich auch in Kärnten eine relativ hohe Wahlbeteiligung ab. Sowohl in der Landeshauptstadt Klagenfurt als auch etwa in Südkärnten kamen bereits am Vormittag viele Kärntner ihrer demokratischen Pflicht nach, wie aus der Landeswahlbehörde zu erfahren war. In einigen Klagenfurter Wahllokalen bildeten sich sogar Schlangen vor den Wahlzellen. Zwischenfälle gab es vorerst nicht.

Geringe Wahlbeteiligung in Salzburg
In tiefem Grau, kühl und sehr nass präsentierte sich das Wetter am heutigen Wahlsonntag den Salzburgerinnen und Salzburgern. Erst gegen Mittag hellte es allmählich auf, etwas freundlicher ging es in den Gebirgsgauen zu. Über die Wahlbeteiligung konnte der Leiter der Landeswahlbehörde Michael Bergmüller heute keine Angaben machen, "wir erheben das schon länger nicht mehr". "Nicht hoch", hieß der Zwischenstand aus der Landeshauptstadt. Um 11.15 Uhr hatten 26 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

"Wir haben vier von neun Stunden hinter uns. Wenn die Beteiligung linear bleibt, erreichen wird eine Wahlbeteiligung von etwa 60 Prozent", meinte der Leiter des Wahl- und Meldeamtes, Franz Schefbaumer, gegenüber der APA. Bei der Bundespräsidentenwahl vor sechs Jahren betrug die Wahlbeteiligung in der Stadt Salzburg 64,1 Prozent, im gesamten Bundesland Salzburg lag sie bei 72,5 Prozent.

Noch kein "Wähleransturm" in Oberösterreich
In Oberösterreich ist die Wahl zum Bundespräsidenten am Sonntag bei kühlem, wechselhaftem Wetter - bei Temperaturen um die zehn Grad war zwischen Regenschauern und Sonnenschein alles drinnen - angelaufen. Wie aus einzelnen Wahllokalen zu hören war, gab es bis Mittag noch keinen "Wähleransturm", was aber noch keinen Rückschluss auf die endgültige Wählerbeteiligung oder gar das Ergebnis zulasse. Zwischenfälle wurden den Sicherheitsbehörden bis zu diesem Zeitpunkt keine gemeldet.

Wahlbeteiligung im Burgenland relativ hoch
Im Burgenland zeichnet sich laut Auskunft aus der Landeswahlbehörde eine relativ hohe Wahlbeteiligung ab. Die Wahl verlief auch durchwegs ruhig. Bei freundlichem Aprilwetter - nur gelegentlich zogen dunkle Wolken auf - waren 219.494 Burgenländer aufgerufen, ein neues Staatsoberhaupt zu wählen.

In der Steiermark guter Zustrom
Bei mäßig bewölktem bis sonnigem Wetter waren am Sonntag 936.000 Steirerinnen und Steirer zu den Wahlurnen gerufen, um ihre Stimme bei der Bundespräsidenten-Wahl abzugeben. Berichte von Wahlhelfern sowie erste Resultate ließen eine leicht gestiegene Wahlbeteiligung erwarten. 1998 hatten in der Steiermark 70,5 Prozent gewählt.

"Wahlwetter" in Niederösterreich
Bei überwiegend wolkenverhangenem Himmel herrschte am Sonntag in Niederösterreich buchstäblich "Wahlwetter". Das dürfte sich auch auf die Wahlbeteiligung auswirken. Diese lag in den 31 bis Mittag ausgezählten, durchwegs kleinen Gemeinden zunächst bei knapp 86 Prozent und damit etwas höher als vor sechs Jahren (zu diesem Zeitpunkt an die 84 Prozent). (apa/red)

22.4.2004 17:32