Bundespräsident Klestil mahnte die Österreicher: Gehen Sie wählen!
- Staatsoberhaupt: Das ist Pflicht in einer Demokratie
- PLUS: Stimmen Sie mit - Wer soll Präsident werden?
Auch der noch amtierende Bundespräsident Klestil meldete sich zu Wort. Freilich nicht mit einer Wahlempfehlung, sondern mit der Empfehlung, zur Wahl zu gehen. Wählen sei in einer Demokratie Pflicht, betonte Klestil.
Unzufrieden mit Ferrero-Waldner waren indessen die Grünen. Sie hatten die ÖVP-Kandidatin aufgefordert, sich wie zuvor Fischer von umstrittenen FP-Sagern á la "Ordentliche Beschäftigungspolitik" oder "Umvolkung" zu distanzieren. Ferrero-Waldner versicherte daraufhin, NS-Gedankengut "gehört weder zu meinem Denken und schon gar nicht zu meinem Sprachgebrauch".
Für die stellvertretende Grüne Bundessprecherin Glawischnig zu wenig: "Ihr selber hat das ja niemand vorgeworfen. Ich hätte mir eine deutliche Verurteilung und Zurückweisung solcher Aussagen gewünscht." Wer Bundespräsident werden wolle, müsse solche Aussagen offen verurteilen, forderte Glawischnig. Eine Wahlempfehlung der Grünen gibt es aber weiterhin nicht.
SP-Frauen gegen Ferrero
Die SPÖ mobilisiert derweil die Parteifrauen gegen die VP-Kandidatin, um deren "Frauenbonus" zu schmälern: SP-Bundesgeschäftsführerin Bures warf der Außenministerin mangelnde Frauensolidarität vor und verwies darauf, dass es in ihrem Ressort ausschließlich männliche Sektionschefs und nur eine einzige Stellvertreterin gebe. Gleichzeitig riefen 40 SP-Frauen zur Wahl Fischers auf.
(apa)
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