Donnerstag, 22. April 2004

Wahlkampf-Kosten: ÖVP wirft SPÖ Überschreitung vor - SP weist zurück

  • PLUS: Spannendes Duell: Was in SPÖ und ÖVP nach dem Wahl-Sonntag abgehen kann!

Die SPÖ habe die im Fairness-Übereinkommen festgeschriebene Obergrenze für die Inseratenkosten im Wahlkampf längst überschritten, kritisiert ÖVP-Generalsekretär Lopatka. Die SPÖ weist das zurück: Der Rahmen sei noch gar nicht ausgeschöpft und werde auch nicht überschritten, versicherte SP-Geschäftsführer Darabos.

Für 91 Inserate seien bei der SPÖ über 796.000 Euro ausgegeben worden, sagte VP-Lopatka. Das seien über 113 Prozent der vereinbarten Höchstsumme. Die ÖVP liege dagegen mit über 502.000 Euro für 42 Inserate deutlich im Rahmen.

SPÖ weist Anschuldigung zurück
Laut SP-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos wird die SPÖ im Präsidentschafts-Wahlkampf die im Fairness-Abkommen vereinbarten maximalen Werbekosten von vier Millionen Euro nicht überschreiten. Die SPÖ werde 3,5 Mio. Euro ausgeben und damit nur ein Viertel der Kosten des ersten Klestil-Wahlkampfes von 1992.

"Mehr Geld habe ich nicht. Ich kann nicht mehr ausgeben", versicherte Darabos. Auch an die 700.000 Euro-Grenze für Inserate werde man sich halten. Sollte dies nach der Wahl gewünscht werden, sei er jederzeit bereit, die Rechnungen offen zu legen, versicherte Fischers Wahlkampfleiter.
(apa, red)

22.4.2004 15:30