Mittwoch, 21. April 2004

Fischer mit dem FP-Hearing zufrieden: "Lebendig. Manchmal auch hart, aber fair"

  • SP-Kandidat siegessicher: Sind knapp unter dem Gipfel!
  • Van der Bellen: Respekt vor klaren Fischer-Aussagen

Die Diskussion sei "lebendig" gewesen, "manchmal auch hart, aber fair. So lautet das Resümee von Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer nach dem Hearing mit den Freiheitlichen. Fünf Tage vor der Wahl ist der SP-Kandidat siegessicher. "Wir sind knapp unterhalb des Gipfels. Wir haben eine gute Route gewählt für den Aufstieg", gab sich der begeisterte Bergsteiger Fischer heute zu Beginn seiner 72-stündigen Österreich-Rundfahrt zuversichtlich.

Ein faires Gespräch mit klaren Standpunkten ohne Opportunismus", meinte Fischer über das Zusammentreffen mit der FPÖ kurz nach Abfahrt des Zuges ("Heinz Fischer's Österreich Express"). Mit seinem Einsatz für soziale Gerechtigkeit habe er auch FP-Wähler ansprechen können. "Der Heinz Fischer sagt beim Hearing mit den Grünen das gleiche wie bei einer Diskussion auf der Universität und bei den Freiheitlichen."

Wenig Freude hat Fischer mit der Route der ÖVP-"Seilschaft": "Sie haben eine andere Route gewählt: Die Route der optischen Eindrücke, wo nicht die politische Positionierung eine Rolle spielt, sondern wo die Löwen herumlaufen." Der Bundespräsident sei aber ein staatspolitisch wichtiges Amt, wo die Bereitschaft zur Diskussion und die Toleranz wichtig sei.

Kritik übte Fischer an den diesbezüglichen Aussagen von VP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner, die Diskutieren von "discutere" (zerschlagen) hergeleitet hatte. "Ich halte diskutieren für ein Lebenselement der Demokratie. Aber Diskutieren kann man nur, wenn man sich sicher fühlt."

Bei seiner Österreich-Tour, die Fischer bis Freitag durch alle Bundesländer außer das Burgenland führt, will der SP-Präsidentschaftskandidat vor allem die Themen Neutralität, soziale Gerechtigkeit und Arbeitsplätze ansprechen. Am Freitag ist dann die Schlusskundgebung in Wien geplant, am Samstag noch ein Besuch im Burgenland. (apa/red)

21.4.2004 09:30