Schwere Kämpfe im Irak: US-Soldaten töten rund 30 Aufständische bei Falluja
- Zwei Tote bei Anschlagsversuch auf Öl-Verladestation
- Terroristen jagten mit Sprengstoff beladene Boote hoch
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US-Marine-Infanteristen haben nach US-Militärangeben am Samstag in einem Gefecht in der Nähe der irakischen Stadt Falluja rund 30 Aufständische getötet. Einzelheiten zu dem Gefecht bei einem Dorf am Ufer des Euphrat wurden zunächst nicht bekannt. Unterdessen wurden zwei Soldaten der US-geführten Truppen im Irak bei koordinierten Selbstmordanschlägen auf die Öl-Verladestation Umm Kasr vor der Südküste des Landes bei Basra getötet. Nach US-Militärangaben wurden außerdem mindestens vier Soldaten verletzt.
Die Verladestation, die rund zehn Kilometer vor der Küste liegt, wurde offiziellen Angaben zufolge nicht beschädigt. Alle Arbeiter wurden evakuiert. "Wir sind wegen der Möglichkeit weiterer Anschläge besorgt", sagte ein Vertreter der Ölfirma Southern Oil Company.
Die US-Marine teilte mit, ein Team aus acht Leuten habe sich einem mit Sprengstoff beladenen Boot genähert, als dieses explodierte. 20 Minuten später seien auch zwei kleinere Boote explodiert. Die Nationalität der verletzten und getöteten Soldaten wurde zunächst nicht mitgeteilt. Eine Sprecherin des britischen Verteidigungsministeriums hatte zuvor gesagt, nach ihrem Kenntnisstand seien keine Briten unter den Opfern.
Ein britischer Militärsprecher sagte, zwei Boote seien neben einem Schiff explodiert, das an der Verladestation festgemacht hatte. Ein Schiff der US-geführten Koalitionstruppen habe ein weiteres Boot abgefangen, als es sich der Verbotszone um die Öl-Verladestation näherte. Die Station ist der Hauptumschlagplatz für irakisches Öl. Das Land exportiert davon täglich rund 1,9 Millionen Barrel (über drei Mio Hektoliter). (apa/red)
