Irak-Koalition: USA wollen längere Truppenpräsenz anderer Staaten
- Norwegen zieht Ende Juni 180 Soldaten ab
- Powell: UN-Resolution soll Länder umstimmen
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Geschäftsmann wurde tot gefunden
Nach dem angekündigten Truppenabzug mehrerer Staaten aus dem Irak setzen die USA darauf, dass andere Staaten ihre Soldaten länger als bisher geplant in dem Land belassen. US-Außenminister Powell sagte am Freitag in mehreren Medieninterviews, er hoffe, dass Norwegen, die Niederlande und El Salvador ihre zusammen rund 2.000 Soldaten länger als ursprünglich geplant im Irak stationiert halten.
Norwegen erklärte jedoch umgehend, bei seinen Planungen für den Abzug seiner 180 Soldaten nach der Machtübergabe im Irak Ende Juni zu bleiben. "Wir müssen bei unserem ursprünglichen Plan einer Stationierung bis zum Sommer bleiben", sagte Außenminister Jan Petersen.
Powell sagte, er setze darauf, dass die von den USA vorangetriebene Verabschiedung einer UN-Resolution für den Irak einige Länder überzeugen könne, länger als bisher geplant an ihrem Irak-Engagement festzuhalten. Mit der UN-Resolution soll die Rolle der Vereinten Nationen im Irak geklärt werden. Zahlreiche Staaten fordern ein größere Beteiligung der UN an der Gestaltung der Zukunft des Landes.
Die USA und Großbritannien waren im März 2003 ohne eine ausdrückliche UN-Resolution in den Irak einmarschiert. Die US-geführten Koalitionstruppen sehen sich inzwischen beinahe täglich Anschlägen von Besatzungsgegnern ausgesetzt und haben in den vergangenen Monaten hohe Verlust erlitten. In diesem Monat hatten Spanien, Honduras und die Dominikanische Republik angekündigt, ihre insgesamt etwa 2.000 Soldaten aus dem Irak abzuziehen. (apa)
