Schwere Anschläge im Südirak: Dutzende Tote durch drei Autobomben in Basra
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Bei Anschlägen auf drei Polizeistationen in der südirakischen Stadt Basra sind am Mittwochmorgen nach britischen Fernsehberichten zahlreiche Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben des Bürgermeisters von Basra sind bei der Explosion dreier Autobomben 68 Menschen getötet worden. Die meisten Opfer seien Zivilisten, darunter zahlreiche Kinder, sagte Wael Abdel-Hafeez. Die Zahl der Verletzten bezifferte er auf 99. Britische Truppen hätten die angegriffenen Polizeiwachen nicht erreichen können, weil sie von Irakern mit Steinen angegriffen wurden.
Basra liegt in der britisch kontrollierten Besatzungszone. Nach den Explosionen während des Berufsverkehrs sei Panik unter den Einwohnern der Großstadt ausgebrochen, meldete der Sender.
Das britische Verteidigungsministerium hat am Mittwoch eine vierte Explosion vor einer Polizeiakademie in der südirakischen Stadt Zubair bestätigt. Dabei seien vier britische Soldaten verletzt worden, zwei von ihnen schwer, wurde in London mitgeteilt. Nach Angaben der BBC gehen offizielle Stellen in London davon aus, dass die insgesamt vier Anschläge in Basra und Zubair Mittwoch Früh von Selbstmordattentätern verübt wurden.
Unterdessen flammten am Morgen die Kämpfe in der westirakischen Widerstandshochburg Falluja wieder auf. Gegen 6.00 Uhr früh (4.00 Uhr MESZ) hätten US-Flugzeuge einige Viertel der Stadt zu bombardieren begonnen, berichteten Augenzeugen. US-Truppen belagern die Stadt seit Anfang April. Die Kämpfe waren aber vom US-Militär nach einer ersten Angriffswelle, bei der nach Krankenhausangaben 600 Iraker umkamen, ausgesetzt worden. (apa/red)
