Chaos in irakischer Stadt Najaf: Hunderte Häftlinge aus Gefängnis geflüchtet
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Amerikanische Soldaten haben damit begonnen, mehrere Positionen der spanischen Truppen außerhalb der irakischen Pilgerstadt Najaf zu übernehmen. Das berichteten Augenzeugen am Dienstag. Die neue spanische Regierung hatte am Sonntagabend angekündigt, ihre 1.300 Soldaten "so schnell wie möglich" abzuziehen.
Der Polizeichef von Najaf, Ali el Jassiri, erklärte unterdessen, die Polizeistationen und Kontrollpunkte der Stadt seien nun wieder von irakischen Polizisten besetzt. Die Milizionäre der vom Schiiten-Prediger Muktada al Sadr gegründeten "Mahdi-Armee" hatten in den vergangenen Tagen weite Teile der Stadt kontrolliert. Der Polizeichef beklagte, Hunderte von Häftlingen hätten das Chaos der vergangenen Woche genutzt, um aus dem Gefängnis zu fliehen.
Regierungsratsmitglied Nassir el Jadirji sagte der dpa in Bagdad am Dienstag, bei den indirekten Verhandlungen zwischen der US-Armee und den Anhängern des radikalen Predigers Sadr gebe es Fortschritte. "Es geht hauptsächlich darum, den Frieden sicherzustellen und die Krise in den schiitischen Städten nicht mit militärischen Mitteln zu beenden." Ein Sprecher von Großayatollah Ali Sistani rief die Iraker zu Selbstdisziplin und Geschlossenheit auf, "um denjenigen keine Chance zu geben, die keinen Frieden wollen".
(apa)
