Oberstes US-Gericht befasst sich mit Guantanamo-Häftlingen
- Häftlinge seit zwei Jahren ohne Anklage festgehalten
- Anwälten wird Zugang nicht erlaubt
Vor dem Obersten Gerichtshof in Washington beginnt heute die Verhandlung über das Schicksal der fast 600 Gefangenen im US-Militärstützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba. Viele von ihnen werden dort unter Terrorismus-Verdacht seit mehr als zwei Jahren ohne Anklage und ohne Zugang zu Anwälten in käfigartigen Gefängniszellen festgehalten. Die US-Regierung bezichtigt sie, der afghanischen Taliban-Miliz oder dem El-Kaida-Netzwerk von Osama bin Laden anzugehören.
Kläger sind zwölf Kuwaiter und zwei Australier sowie zwei mittlerweile freigelassene britische Staatsangehörige. In der kommenden Woche befassen sich die Obersten Richter sodann mit den Fällen von zwei US-Bürgern, die ebenfalls ohne Anklage als "feindliche Kombattanten" in einem Militärgefängnis in South Carolina sitzen. (apa/red)
