75.000 Mann: USA wollen internationale Friedenstruppe aufbauen
- Bis 2009: USA stellen 660 Mio. US-Dollar zur Verfügung
- Es handelt sich angeblich nicht um US-Alleingang
US-Präsident Bush plant wegen des Mangels an Blauhelmsoldaten den Aufbau einer internationalen Friedenstruppe. Die "Globale Initiative für Friedenseinsätze" sehe vor, dass 75.000 ausländische Soldaten ausgebildet werden, schreibt die "Washington Post". Die US-Regierung wolle dafür in den kommenden fünf Jahren rund 660 Millionen US-Dollar zur Verfügung stellen.
Mit dem Geld sollen die Soldaten ausgebildet, ausgerüstet und logistisch unterstützt werden. Die Friedenstruppen sollen nach Vorstellung der US-Regierung im Einsatzfall weltweit rasch stationiert werden können. Zu den Frieden sichernden Aufgaben würden auch gefährliche Einsätze gehören.
Das Blatt zitiert auch Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums, wonach es sich nicht um einen Alleingang der US-Regierung handle. Vielmehr strebe Bush an, dass sich auch andere Länder beispielsweise mit Ausbildern oder anderen Ressourcen beteiligten. Die Gespräche mit potenziellen Partner befänden sich jedoch noch im Anfangsstadium.
Bisher operieren unter UNO-Schirmherrschaft weltweit rund 50.000 Soldaten bei Blauhelmeinsätzen in 14 Krisengebieten. Der Irak, aber auch Afghanistan und der Balkan hätten einen großen Teil der Kapazitäten von Ländern gebunden, die traditionell UNO- Friedenseinsätze unterstützten, schreibt das Blatt. (apa)
