Samstag, 24. April 2004

Explosion in Neusiedl am See wurde vermutlich durch einen Schuss ausgelöst

  • Bei unvorsichtigem Hantieren löste sich Schuss
  • Abschlußbericht für Sonntag Nachmittag erwartet

Nach der spektakulären Explosion mit nachfolgendem Brand am Samstag in einem Waffengeschäft in Neusiedl am See wurde auch am Sonntag mit Hochdruck ermittelt. Wie der Leiter der Kriminalabteilung Burgenland, Oberstleutnant Rainer Erhart, bestätigte, dürfte unvorsichtiges Hantieren mit einer Waffe den gefährlichen Zwischenfall ausgelöst haben.

Die Explosion und der dadurch ausgelöste Brand forderte vier Leichtverletzte. Die Opfer wurden - teils mit Notarzthubschrauber - in das Krankenhaus Eisenstadt eingeliefert. Sie konnten aber noch am gleichen Tag wieder in häusliche Pflege entlassen werden.

Die Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun, den Brand einzudämmen. Der Einsatz war für die Feuerwehrleute nicht ungefährlich. Durch die Hitze explodierte immer wieder Munition. Es dauerte etwa einen halben Tag, bis das Feuer endgültig gelöscht war und das schwer in Mitleidenschaft gezogene Waffengeschäft wieder betreten werden konnte. Die am Brandplatz vorbeiführende Bundesstraße 51 wurde stundenlang für den Verkehr gesperrt.

Oberstleutnant Erhart wollte sich Sonntag Vormittag zur Unglücksursache noch nicht dezidiert äußern. Man müsse noch verifizieren, ob die Hinweise mit den Spuren zusammenpassten. Es sei aber nicht von der Hand zu weisen, dass ein Schuss zu der folgenschweren Kettenreaktion geführt hat. Der Abschlussbericht zu dem Explosionsbrand wurde für Sonntag Nachmittag angekündigt.

Auch der Sachschaden stand vorerst noch nicht fest. Die Geschäftsräume sind ausgebrannt, dazu kommt ein entsprechender Wasserschaden, sagte Erhart. "Der Schaden wird sicher nicht unerheblich sein."
(apa)

24.4.2004 14:20