Schausberger: Doppelkandidatur bei Salzburg-Wahl war ein Fehler
- "Wir haben die Leute damit verunsichert"
- Noch-Landeshauptmann geht in die Wissenschaft
Die Doppelkandidatur mit Wilfried Haslauer und vor allem die Ankündigung seines Rücktrittes in zwei Jahren seien Fehler gewesen, betonte der am kommenden Mittwoch aus dem Amt scheidende Salzburger Landeshautpmann Franz Schausberger (V) am Samstag in einem Zeitungs-Interview. "Wir haben die Leute damit verunsichert." Er sei aber froh, dass Haslauer jetzt designierter Parteichef sei. "Nach so einer historischen Niederlage gibt es jetzt wenigstens keine Nachfolgekämpfe, das hätte auch passieren können."
Auf die Frage, welche Fehler er gemacht habe, meinte Schausberger in den "Salzburger Nachrichten", er habe vielleicht zu viel auf einmal und vieles zu rasch gemacht. "Das war für die Menschen oft nicht nachvollziehbar. Die Leute haben Projekte, von denen ich überzeugt war, nicht richtig erkannt. Heute würde ich das anders kommunizieren und vorbereiten." Das Wahlergebnis selbst bezeichnete er als enttäuschend, es "hat mich betroffen gemacht. Aber in einer Demokratie ist das zur Kenntnis zu nehmen. Ich nehme es demütig zur Kenntnis."
Das Bitterste habe er jetzt hinter sich, nämlich "die persönliche Kampagne gegen mich und meine Familie, die seit zwei Jahren gefahren wird (Der Vorwurf, er misshandle seine Frau, Anm.) Das geht ja jetzt weiter."
Auf seine Pläne für die Zukunft angesprochen meinte der Berufspolitiker, er "habe 33 Jahre Politik hinter mir. Künftig werde ich sicher in Wissenschaft und Forschung tätig sein (Schausberger ist habilitierter Historiker, Anm.), aber es wird auch eine Verbindung zur Wirtschaft und zur EU-Osterweiterung geben." (apa/red)
