Freitag, 23. April 2004

Platter will immer 15.000 Soldaten für Grenzeinsatz und Luftraumüberwachung

  • "Eindruck wegbekommen, dass das Bundesheer nur mehr im Ausland ist"

Verteidigungsminister Platter sichert in Sachen Bundesheer-Reform zu, "dass immer mindestens 15.000 Soldaten im Inland zur Verfügung stehen werden". Er müsse "den Eindruck wegbekommen, dass das Bundesheer nur mehr im Ausland ist", so Platter gegenüber dem "Standard". Die Aufgaben im Inland seien genau so wichtig. Für Auslandsaufgaben würden 1.500 Soldaten gebraucht.

Was das Heer - geht es nach dem Verteidigungsminister - in Zukunft im Inland können muss: Grenzeinsatz, der noch einige Jahre geleistet werden müsse, Objektschutz, Lauftraumüberwachung, Katastrophenhilfe. Und, er wolle zwar keine Angst verbreiten, dennoch: "Was wir uns alle nicht wünschen, was wir aber können müssen: dass das Bundesheer sicherheitspolizeiliche Assistenzleistungen bei Terrorgefahr erbringen kann."

In der kommenden Woche will Platter eine eigene Arbeitsgruppe einsetzen, die die Einsatzmöglichkeiten der Miliz unter veränderten Bedingungen prüfen soll. "Ich will die Miliz voll eingebunden haben, sie muss professionell in das Bundesheer integriert sein", sagt der Minister über jene Soldaten, die einen zivilen Hauptberuf haben und dem Bundesheer nur bei Übungen oder im Einsatzfall zur Verfügung stehen. Bei den Auslandseinsätzen seien schon jetzt sechs von zehn Soldaten des Bundesheeres Angehörige der Miliz, die sich für einen speziellen Einsatz verpflichten. "Die Miliz ist unverzichtbar", so Platter.
(APA/red)

23.4.2004 08:47