Lkw-Verkehr stieg in Österreich 2003 um 2,4 Prozent
- Weiteres Wachstum erwartet - plus 84 Prozent bis 2015
- Transitverkehr nicht hauptverantwortlich für Anstieg
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Verkehrsexperten fordern mindestens 5 Cent pro km
Der LKW-Verkehr ist in Österreich im letzten Jahr weiter gestiegen. 2003 betrug der Anstieg hier 2,4 Prozent, der Transitverkahr nahm um 2,2 Prozentt zu. In absoluten Zahlen bedeutet das 135 Mio. LKW, dieim letzten Jahr 334,8 Mio. Tonnen durch Österreich gekarrt haben. Doch damit nicht genug: Die Verkehrsexperten rechnen mit einem weiteren Anstieg bis 2015 von bis zu 84 Prozent!
Der Lkw-Verkehr in Österreich hat im Vorjahr um 2,4 Prozent zugenommen. Dies geht aus veröffentlichten Daten hervor, die der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) auf Basis von Angaben des Verkehrsministeriums und der Statistik Austria errechnet hat. Demnach hat sich das Gütertransportvolumen auf der Straße 2003 von 327 auf 334,8 Mio. Tonnen erhöht. Bei einer durchschnittlichen Beladung von 2,5 Tonnen entspricht das rund 135 Mio. Lkw, die im Vorjahr durch Österreich gerollt sind.
38 Mio. Tonnen entfielen im Vorjahr auf den Transit. Der Transitverkehr ist damit 2003 um 2,2 Prozent gestiegen.
Weiterer Anstieg
In den nächsten Jahren rechnen die Verkehrsexperten mit einer deutlich rasanteren Zunahme des Lkw-Verkehrs. Bis 2015 soll das Straßentransportvolumen in Österreich laut Studie des Verkehrsplanungsbüros Herry auf 466,1 Mio. Tonnen - umgerechnet 190 Mio. Lkw - anwachsen. Gegenüber dem Vorjahr würde dies einen Zuwachs von 39 Prozent bedeuten. Im Transitverkehr sei sogar mit einem Zuwachs von 84 Prozent auf 69,7 Mio. Tonnen zu rechnen, so der VCÖ.
In absoluten Zahlen nimmt aber immer noch der hausgemachte Verkehr am stärksten zu. Von 2002 auf 2003 hat sich das Transportvolumen auf der Straße innerhalb Österreichs um 5 Mio. Tonnen oder 2,1 Prozent auf 246,9 Mio. Tonnen erhöht. Bis 2015 wird ein Anstieg um mehr als 50 Mio. Tonnen oder 21 Prozent prognostiziert.
Regional den stärksten Zuwachs wird laut VCÖ Ostösterreich erleben. Hier drohe bis 2015 eine Verdoppelung bis Verdreifachung des Schwerverkehrs, meint Verkehrsexperte Wolfgang Rauh in einer Aussendung.
Der VCÖ fordert deshalb von der Politik den raschen Beschluss eines "wirksamen Maßnahmenpakets", konkret die Verbesserung der Alternative Bahn, Kostenwahrheit im Lkw-Verkehr durch höhere Mauten und eine höhere Mineralölsteuer sowie die verstärkte Kontrolle der Einhaltung der Lkw-Vorschriften. Außerdem verlangt der Verkehrsclub ein Umdenken im Infrastrukturausbau. Nach den derzeitigen Plänen würden die Bahnverbindungen von Linz nach Tschechien, von Graz Richtung Ungarn sowie von Wien nach Tschechien erst nach dem Ausbau der Straßen fertiggestellt. Damit fördere Österreich die Zunahme des Lkw-Transits, der Transport auf der Straße würde "im Vergleich zur Schiene noch attraktiver", meint Rauh.
(APA/red)
