Mittwoch, 21. April 2004

Aus für Hüfthosen und enge T-Shirts: Allzu freizügige Kleidung in OÖ-Schule verboten

  • Direktor: Habe es "satt, dass Schüler halb nackt sind"
  • Lehrer beschließen Verbot 'nicht angebrachter' Kleidung

Aus für Hüfthosen und enge Tops: Die Hauptschule in Ohlsdorf (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich verbietet allzu freizügige Kleidung. Wie das "Neue Volksblatt" in seiner Mittwoch-Ausgabe berichtete, habe es Schulleiter Walter Zehetner "satt, dass viele Schülerinnen und Schüler quasi halb nackt in den Unterricht schlurfen".

Die Lehrerkonferenz hat das Verbot von "nicht angebrachter" Kleidung einstimmig beschlossen. Bauch- und rückenfreie T-Shirts ebenso wie Jeans, die Unterwäsche eher freilegen als verdecken, überlange Jeans und Kleidungsstücke, auf denen Schimpfwörter oder gewaltverherrlichende Slogans abgedruckt sind, dürfen im Unterricht nicht mehr getragen werden.

Die Kleidervorschrift der Ohlsdorfer Hauptschule findet laut "Volksblatt" nicht bei allen Eltern Zustimmung, viele würden sich fragen, ob die Schule derart in die Freiheit der Kinder eingreifen dürfe. Der Präsident des Landesschulrates Fritz Enzenhofer hat für die Entscheidung der Schule Verständnis. In einem Interview mit dem ORF Radio OÖ erklärte er: "Die Freiheit des Einzelnen, sich so zu kleiden wie es ihm gefällt, endet dort, wo die Freiheit des Anderen, dass er sich gestört oder belästigt fühlt, beginnt." (apa)

21.4.2004 13:40