Dienstag, 20. April 2004

Lob von Jörg Haider: "Slowenische Volksgruppe ist ein Juwel Kärntens"

  • Fortschritt im "Miteinander der Menschen"

Lob für die Slowenen aus dem Munde von Jörg Haider: Die slowenische Volksgruppe "ist ein Juwel Kärntens", deren Buntheit sehr geschätzt und auch in Zukunft unterstützt und gefördert werde. Das sagte der Kärntner Landeshauptmann in seiner Eröffnungsrede der slowenischen Kulturwoche, die am Montagabend in Feistritz/Gail eröffnet wurde.

Haider betonte, es gebe einen beachtlichen Fortschritt im "Miteinander der Menschen", denn der "praktizierte Dialog" habe dem Klima gut getan und zu einem Leben in entspannten Verhältnissen geführt. Er verwies auf die europaweit herzeigbare Minderheitenpolitik Kärntens, am Sektor der Bildungspolitik, des Kindergartenwesens, der Kultur oder der Wirtschaftspolitik. Allein die steigende Tendenz bei der Anmeldung zum zweisprachigen Unterricht zeige, "dass wir uns am richtigen Weg befinden", sagte Haider. Die Finanzen für das Slowenische Musikschulwerk seien abgesichert und die Zusammenarbeit mit dem Kärntner Musikschulwerk funktioniere hervorragend. Für die mehrsprachigen Kindergärten sei ein Fonds eingerichtet und Geld aus Wien mobilisiert worden, erklärte der Landeshauptmann.

Kritik übte Haider daran, dass die Möglichkeit, bei den Landesbehörden - auch außerhalb des autochthonen Bereichs - Eingaben in slowenischer Sprache machen zu können, viel zu wenig genützt werde: "Das wird wenig angenommen und es liegt an der Volksgruppe, sich im Alltag ihrer Muttersprache zu bedienen." Lob gab es für die Arbeit des vor zehn Jahren installierten Volksgruppenbüros der Kärntner Landesregierung. Es habe sich als direkter Ansprechpartner und Servicestelle bewährt.
(apa)

20.4.2004 10:29