Freitag, 16. April 2004

smart-Erfolgsstory: Vom Flop zum beliebtesten Zweitauto

  • 7.060 Österreicher sind bereits smart unterwegs
  • Ein Auto, gemacht für den Verkehr in der Stadt

Zuerst als "hässliches Ufo" mit "100 Prozent Knautschzone" belächelt, avancierte der Smart zum Kult-Vehikel urbaner Manager, die es in der Stadt eilig haben. Mittlerweile gehört der Smart in Wien zum Stadtbild wie die Fiaker. Insgesamt 7.060 Österreicher sind bereits smart unterwegs, 1998 waren es erst 403. Vor allem in der Wiener City sieht man an jeder Ecke einen - meist in den klassischen Farben Silber und Schwarz, etwas seltener in Dunkelblau.

Dass das einst als unattraktiv empfundene Automobil mittlerweile als extravagantes Kultgefährt gilt, dafür hat Karl Fürnkranz, Chef der gleichnamigen Modekette, eine ganz einfache Erklärung parat: "Es gibt in modernen Städten alles - nur Parkplätze sind Mangelware. Der Smart passt mit seinen zweieinhalb Meter Länge überall hin. Und weil man an jeder Ecke einen Parkplatz findet, sieht man ihn dort auch."

Ein Auto, gemacht für den Verkehr in der Stadt
Dabei ist und bleibt das einst als "City Car Concept" konstruierte Gefährt ein Zweitauto. So sehr er seinen Smart in der Stadt liebe, erklärt Karl Fürnkranz, so sehr sei dieser über größere Entfernungen "nicht zu gebrauchen". Längere Reisen als bis zum Golfclub Semmering, dem er als Präsident vorsteht, will der Modehaus-Chef nicht im Smart unternehmen. Der Weg mag das Ziel sein, schneller ist er aber immer noch mit seinem Jaguar X-Type.

Nicht nur Karl Fürnkranz schwört auf seinen Kleinwagen. Auch Promi-Anwalt Manfred Ainedter spricht über seinen Smart Brabus ganz so, als würde er für diese Werbung bezahlt: "In der Stadt ist er schlichtweg ideal." Seit er sich im Jänner als Zweitauto neben seinem Audi A8 einen 75-PS-Flitzer angeschafft hat, erledigt er in der Stadt alle Wege damit.

Von Berufs wegen ist der Busunternehmer Wilhelm Böhm auf die Wirtschaftlichkeit von Fahrzeugen spezialisiert. Während der Elite-Tours-Boss sein Geld mit 14-Meter-Ungetümen macht, spart er es privat im Smart. "Schon als ich das erste Mal von ihm gehört habe, hat mich dieser Wagen interessiert - eine Testfahrt zur Markteinführung hat mich überzeugt. Die Kombination ist perfekt: Wirtschaftlichkeit, cooles Aussehen und Wendigkeit." (FORMAT/Red.)

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16.4.2004 11:07