Freitag, 16. April 2004

Billig fliegen: In den Urlaub zum besten Preis - Tarif-Dschungel wird immer dichter!

  • Niki Lauda will Einstieg in Billig-Linienflüge von Herbst auf Juni ’04 vorziehen.

Kurz vor der Urlaubszeit setzt der Run auf günstige Flugtickets ein. Aber der Tarifdschungel wird durch die Billigairlines immer un-durchsichtiger. FORMAT hilft beim Check.

Gemeinsam mit seinen Partnern von der Air Berlin brütet Niki Lauda momentan stundenlang über Zahlenkolonnen und wertet Verkehrsströme aus. Still und heimlich hat Lauda den nächsten Coup geplant: Seine neue Airline NIKI, die bislang fast nur Charter flog, soll noch vor dem Sommer und nicht erst im Herbst 2004 als echte Linien-Billigairline starten. Lauda versprüht Tatkraft: „Wir rechnen alles durch. Die Entscheidung fällt dieser Tage. In fünf Wochen wären wir startklar“.

Mut macht dem Mann mit der roten Kappe der aktuelle Höhenflug von NIKI: „Wir haben zuletzt in sieben Wochen 20.000 Tickets verkauft, davon 11.000 nach Spanien. Das Geschäft läuft super. Ich kann expandieren.“

Air-Geiz ist geil. Die Revolution des Flugbusiness durch die Low-Cost-Carrier schreitet ungebrochen voran. Sechs Prozent Marktanteil erreichten sie 2003 am Flughafen Wien. Lauda-Partner Air Berlin kam aus dem Stand auf 3,4 Prozent. In den Bundesländern ist der irische Pionier Ryanair stark. Vor allem innerhalb Westeuropas sind die Ticketpreise stark unter Druck geraten, „und sie werden weiter sinken“, wie AUA-Chef Vagn Sørensen beklagt. Fliegen wird durch die Billigsdorfer immer günstiger. Air-Geiz ist geil.

Nur: Der Tarifdschungel wuchert schon fast üppiger als bei den Telefonfirmen nach der Liberalisierung. Preise zu vergleichen wird für die Konsumenten immer schwieriger. Viele Airlines werben mit Nettopreisen. Ryanair-Boss Michael O’Leary trommelt 19,90 Euro von Österreich nach London. Tatsächlich liegen die Gesamtkosten für einen Trip innerhalb der nächsten Monate (außer ab Klagenfurt) nie unter 90 Euro.

„Flughafengebühren, Steuern und sonstige Nebenkosten erfahre ich oft erst am Ende des Buchungsvorganges im Internet“, kritisiert Harald Glatz von der Arbeiterkammer. Dazu kommt, dass sich der Preis für einen Billigflug fast täglich ändert, je nachdem, wann gebucht wird.

Die ganze Story finden Sie im neuen FORMAT 16/2004.

16.4.2004 10:48