Ausländische Gäste geben in Österreich mehr aus als Inländer!
- Laut Wifo: Ausgaben von Auslandsurlaubern steigen heuer um 15,2 Mrd. Euro!
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Urlauber aus dem Ausland geben in Österreich mehr aus als inländische Gäste. Spendierfreudig: Die Ausgaben ausländischer Urlauber werden heuer von 14,6 auf 15,2 Mrd. Euro wachsen, während die Ausgaben der Inlandsurlauber heuer von 11,9 auf 12,5 Mrd. Euro steigen werden. Das prognostiziert der Tourismusexperte des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo), Egon Smeral.
Die Ausgaben der inländischen Geschäftsreisenden werden sich 2004 von 2,4 auf 2,5 Mrd. Euro erhöhen. Inklusive der Ausgaben der Inländer in Wochenendhäusern und Zweitwohnungen werden die Gesamtausgaben im österreichischen Tourismus - inländische Urlauber und Geschäftsreisende sowie ausländische Urlauber bzw. Verwandten- und Bekanntenbesuche mit eingeschlossen - damit 2004 von 27,4 auf 28,6 Mrd. Euro steigen.
21 Prozent der Tourismusausgaben der In- und Ausländer in Österreich fließen in die Beherbergung, 33 Prozent in Restaurants und Gaststätten, 17 Prozent in den Transport, rechnet Smeral vor. 11 Prozent geben die ausländischen Österreich-Urlauber beim Einkaufen aus. Weitere 11 Prozent fließen in Kultur-, Erholungs-, Unterhaltungs-, Finanz- und sonstige Dienstleistungen.
Österreich stehe bei den Tourismuseinnahmen von ausländischen Gästen im europäischen Vergleich mit 1.515,2 Euro pro Kopf der Bevölkerung an der Spitze, betonte Smeral. Der EU-Schnitt liege vergleichsweise bei 510,3 Euro. Der Anteil des Tourismus am Bruttoinlandsprodukt (BIP) liege heuer ohne Dienst- und Geschäftsreisen bei 6,4 Prozent, inklusive diesem Segment bei 6,9 Prozent. Die direkte und indirekte Wertschöpfung des Tourismus betrage 10 Prozent, inklusive des Freizeitkonsums der Inländer am Wohnort sogar 18,2 Prozent.
Der Tourismus stelle damit einen förderungswürdigen Wirtschaftszweig in Österreich dar, betonte Smeral. Im Unterschied zur Industrie, die teilweise Arbeitsplätze ins Ausland abziehe, gebe es diese Gefahr im Tourismus auf Grund seiner Standortbezogenheit nicht.
(apa/red)
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