Dienstag, 13. April 2004

Schrei des Hasses: Marie Trintignants Mutter rechnet mit Mörder ihrer Tochter ab!

  • Nadine Trintignant's schrieb sich den Schmerz über den Verlust der Tochter von der Seele!

Für sie ist er ein Mörder und so nennt sie Bertrand Cantat auch - und das mehr als 80 Mal. Unter dem Titel "Marie - Meine Tochter, mein Leben" schreibt sich Nadine Trintignant, die Mutter der in einem Eifersuchtsdrama getöteten Schauspielerin Marie Trintignant, den Schmerz über den Verlust ihrer Tochter von der Seele.

Das Buch "Marie - Meine Tochter, mein Leben", das Anfang Mai auch in Österreich erscheint, sorgte in Frankreich für viel Aufsehen. Es erschien Anfang Oktober 2003 - nur zwei Monate nach dem Tod Marie Trintignants. In dem Buch beschreibt die Regisseurin Nadine Trintignant ihre Tochter und die Beziehung zu dem französischen Rockstar Bertrand Cantat, der in der Nacht zum 27. Juli 2003 in einem Hotelzimmer in der litauischen Hauptstadt Vilnius Marie Trintignant verprügelt hat. So erfährt der Leser, dass der Sänger der französischen Top-Band "Noir Desir" "sehr besitzergreifend" gewesen sei.

Nadine Trintignants Buch ist eine Liebeserklärung an ihre tote Tochter: Sie wird als liebevolle Mutter, engagierte Schauspielerin und verständnisvolle Frau porträtiert. Zugleich ist das Werk aber auch eine Kriegserklärung an Cantat, der gleich auf den ersten Seiten als Mörder bezeichnet wird.

"Marie - Meine Tochter, mein Leben" erschien fünf Monate vor dem Prozess gegen Cantat in Frankreich. Der 40jährige Sänger wurde Ende März 2004 wegen "absichtlichen Totschlags" zu acht Jahren Haft verurteilt.

"Einen Schrei des Hasses", nannte übrigens Frankreichs Presse das Buch, das das Drama aus der Sicht einer trauernden, jedoch unversöhnlichen Mutter beschreibt.

(apa/red)

13.4.2004 09:42