Freitag, 16. April 2004

Auto-Navigation: Deutschland geht als klare Nummer Eins hervor!

  • 39% des Gesamtabsatzes geht in die Bundesrepublik
  • Car-Navigation-Systeme werden immer beliebter

680.000 Navigationsgeräte sind in diesem Jahr in Deutschland abgesetzt worden. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr, meldet die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Damit ist Deutschland mit fast 39 Prozent des Gesamtabsatzes von 1,755 Mio. Geräten die Nr. 1 in Europa. Derzeit schätzt die gfu den Bestand an Navigationsanlagen auf rund zweieinhalb Mio. Geräte.

Zwei Drittel des Absatzes gehören zur so genannten Erstausrüstung. Diese Navigationsanlagen werden direkt in Neuwagen eingebaut, das restliche Drittel dient der Nachrüstung. Rund 80 Prozent des Nachrüstgeschäftes sind Radio-Navigationsgeräte, die in den normalen Einbauschacht für Autoradios passen. Lediglich jedes fünfte Gerät zählt zu den Systemen, die auf Farbmonitoren alle gewünschten Routen in Form von Straßenkarten anzeigen.

Der Anschaffungspreis von Car-Navigation-Systemen bewegt sich derzeit je nach Ausstattung zwischen 1.300 und 1.500 Euro, Mitte der 90er-Jahre kosteten entsprechende Systeme noch rund 8.000 Mark (4.000 Euro).

Die Navigation ist mittlerweile via Verkehrsfunk dynamisiert worden, da aktuelle Verkehrsinformationen in die Routenempfehlung der Geräte einfließen. Zusätzlich kann der Fahrer jetzt auch Auskünfte zu touristischen und gastronomischen Zielen, etwa zu den nächsten Parkplätzen, Tankstellen, Hotels oder Krankenhäusern, einholen. Als "next Step" sieht die gfu die Verknüpfung von Navigation und Telekommunikation. Damit könnten User in Verbindung mit Mobiltelefonen E-Mails im Auto empfangen und eine Vielzahl weiterer Telematik- und Internetdienste abrufen. (pte/Red.)

Weitere Informationen:

GFU-Website

16.4.2004 16:22