Dienstag, 13. April 2004

Cybercrime in Österreich: 2003 gab es weniger Anzeigen!

  • Rückgang der Fälle - aber auch weniger Aufklärung
  • Den größten Teil machen die Betrugsdelikte aus

Cybercrime befindet sich - zumindest nach außen hin - im Rückgang. 2003 gab es in Österreich insgesamt 3.335 Anzeigen wegen Delikten in Sachen Computerkriminalität. Im Jahr zuvor waren es fast 4.800 Anzeigen gewesen. Der Reduktion um rund 30 Prozent stand allerdings auch eine Verringerung der Aufklärungsrate um 18,5 Prozentpunkte gegenüber. Doch die Dunkelziffern sind hoch.

"Wer das Internet benutzt, muss damit rechnen, dass er sich die Kriminalität in sein Zimmer holen kann. Er kann aber auch weltweit kriminell tätig werden. Anonymität und Entfernung spielen bei der Internetkriminalität eine große Rolle", erklärte Bundeskriminalamt- Chef Herwig Haidinger.

Einige Daten im Detail: In 689 Fällen handelte es sich gefährliche Drohung, 343 mal wurde betrogen, 170 Anzeigen gab es wegen pornografischer Darstellung mit Unmündigen. Zudem wurden 298 Fälle von Geldfälschung angezeigt.

Expertenappell: Einerseits sollte jedes Unternehmen in Österreich für sich eine IT-Sicherheitspolitik formulieren, andererseits sollte jeder Internet-User sich mit Viren-Scanner und Firewall ausrüsten.

Den größten Teil machen die Betrugsdelikte aus. BK-Cybercop-Chef Markus Blank: "Die Betrugshandlungen sind zumeist recht simpel. Zum Beispiel bei Auktionen im Internet: Der Versteigerer liefert die Ware nie oder derjenige, der etwas ersteigert hat, zahlt nie." Und schließlich ließen sich ja per Scanner und gutem Drucker auch Euro- Scheine "schaffen". (apa)

13.4.2004 13:20