Alkohol am Steuer: Steirischer Todes-Marsch
- Der 19-jährige Todeslenker von Thörl hatte keinen Führerschein dafür 2,8 Promille
Nach der Tragödie von Thörl: Nun fordern Politiker und Angehörige der Toten mehr Polizeikontrollen und härtere Strafen für Alko-Lenker: Stoppt den Alko-Wahnsinn!
Der Tod hat einen eigenen Klang: Wie wenn man in ein Kukuruzfeld hineinfährt, hörte sich das an. Plötzlich sind Menschen wie Puppen durch die Luft geflogen. Es ist dieses Geräusch, das sich auf ewig ins Gedächtnis eines überlebenden Zeugen der Katastrophe von Thörl eingeprägt hat. Zwei Menschen starben, fünf liegen nach wie vor schwer verletzt im Krankenhaus, davon zwei noch immer im künstlichen Tiefschlaf. Zwischen 2,5 und 2,8 Promille hatte der irre, führerscheinlose 19-jährige Unglückslenker, der ungebremst in die Musikkapelle gerast war.
Der Crash. Das erste Opfer ist Franz Rappold, 41, Vizebürgermeister von Thörl. Er marschierte in der letzten Reihe mit der großen Trommel. Der Franz ist über uns alle drübergeflogen, schildert ein Musiker. Die gesamte linke Seite der Formation wird niedergemäht. Auch Flügelhornist Wolfgang Bajzek, 44, der in der vordersten Reihe stand er starb einen Tag später im Krankenhaus. Es war wie nach einem Bombenangriff. Ein Zeuge: Die Verletzten sind verstreut auf der Straße und der Wiese gelegen.
Ausnahmezustand in Thörl, aber leider Alltag auf Österreichs Straßen: Denn allein im vergangenen Jahr starben knapp 100 Menschen bei Alko-Unfällen, und weitere 4.020 wurden schwer verletzt.
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