Kleiner Schreihals: Lautstarke Taufe von Prinzessin Ingrid Alexandra
- Stimmkräftige Anwärterin auf den norwegischen Thron
- PLUS: Europas Adel liegt im Hochzeitstaumel!
Bei einer wenig pompösen, dafür aber von unentwegtem Babygeschrei geprägten Feier ist die norwegische Prinzessin Ingrid Alexandra in Oslo getauft worden. Vor 267 offiziellen Gästen präsentierte sich das erste gemeinsame Kind von Kronprinz Haakon (30) und Prinzessin Mette-Marit (30) knapp drei Monate nach ihrer Geburt als willensstarke und vor allem stimmkräftige Anwärterin auf den Thron ihres Landes. Ingrid Alexandra nimmt hinter ihrem Vater den zweiten Platz in der norwegischen Thronfolge ein.
Als einzige Vertreterin ausländischer Königshäuser fand sich die schwedische Kronprinzessin Victoria (26) zur Taufe in der Schlosskapelle ein. Sie wurde Patentante der norwegischen Prinzessin, während als Patenonkel der Großvater, König Harald V. (67), fungiert. Harald hatte erst vor einer Woche seine Amtsgeschäfte nach einer erfolgreich überstandenen Krebserkrankung wieder aufgenommen.
Dass auch die mit der norwegischen Königsfamilie verwandten Königshäuser von Großbritannien und Dänemark bei der Taufe nicht vertreten waren, wurde vom Osloer Hof damit erklärt, die Zeremonie sei eine "nationale Angelegenheit". Hinter den Kulissen galt aber als sicher, dass die ungewöhnliche Massierung von drei royalen Hochzeiten im Mai in den Niederlanden, Dänemark und Spanien Grund für den international dünnen Auftrieb in Oslo war.
Kleiner Schreihals
Das schien aber nicht Ursache für das ausdauernde Schreien des am am 21. Januar geborenen Täuflings zu sein. Die in das 101 Jahre alte Taufgewand ihres Urgroßvaters König Olav V. (1903-1991) gekleidete Prinzessin schrie nach Kräften, während der Osloer Bischof seine Predigt hielt, und sie schrie erst recht, als er sie über dem Taufbecken mit Wasser betupfte. Als der Bischof zum Abschluss der Taufe seinen Segen sprach, stellte die Hauptperson ihr Schreien ein.
Die Mutter Mette-Marit, mit einem futuristisch gestylten Silbergeflecht auf dem royalen Haupt, kämpfte mal sichtlich angespannt, mal tapfer lächelnd, aber immer vergeblich um die Beruhigung der Tochter. Ganz einfach die Ohren zu hielt sich ihr sieben Jahre alter Sohn Marius, den Mette-Marit aus einer nichtehelichen Beziehung in die Königsfamilie eingebracht hat.
Immerhin für zeitweilige Entspannung und Ruhe konnte erst der in einer Traditionsuniform mit Säbel erschienene Kronprinz und Vater sorgen, als er das schreiende Baby übernahm. Um die vornehme Uniform vor fremder Feuchtigkeit zu schützen, legte er sich dabei ein Handtuch über die rechte Schulter.
Zu den Taufgästen gehörte neben der norwegischen Regierung auch die bürgerliche Familie von Prinzessin Mette-Marit. Unstimmigkeiten hatte es dabei vorher um die Teilnahme ihres Vaters Sven O. Hiby gegeben, der von der Mutter Mette Tjessem geschieden ist und zu dem die Prinzessin sonst keinen Kontakt unterhält. (apa/red)
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