BA-CA-Manager werden in israelischer Parteispendenaffäre als Zeugen verhört
- Ermittlungen gegen Verkehrsminister Lieberman
- "profil": Auch Management der Erste Bank ist betroffen
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, müssen sechs amtierende beziehungsweise ehemalige Vorstände der Bank Austria Creditanstalt ab 19. April 2004 bei der Bundespolizeidirektion Wien als Zeugen aussagen. Die vorgeladenen Banker sind: Gerhard Randa, Aufsichtsratspräsident und früherer Generaldirektor der BA-CA, der stellvertretende Vorstandschef Wolfgang Haller sowie vier die ausgeschiedenen Manager Karl Samstag, Friedrich Kadrnoska, Franz Zwickl und Heinz Gehl.
Die Einvernahmen stehen in Zusammenhang mit den Ermittlungen der israelischen Justiz gegen den israelischen Verkehrsminister Avigdor Lieberman wegen illegaler Parteienfinanzierung. Einem entsprechende Rechtshilfeantrag hatte das Justizministerium in Wien bereits im Vorjahr genehmigt.
Der Bank-Austria-Vorstand hatte Lieberman im Herbst 1998 am Höhepunkt der Rubelkrise als Lobbyisten engagiert, um drohende Verluste aus Devisengeschäften abzuwenden. Lieberman hatte für seine Mission eine Prämie von 3,3 Millionen US-Dollar erhalten.
Die Bank will die bevorstehenden Einvernahmen mit Hinweis auf das laufende Verfahren nicht kommentieren. Auch das Management der Erste Bank soll demnächst bei der Polizei aussagen. Über die Erste soll 1999 die finanzielle Unterstützung eines Wiener Osthändlers für Liebermans Partei in der Höhe von einer Million US-Dollar abgewickelt worden sein.
Noch mehr Infos finden Sie im aktuellen "profil"!
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