Samstag, 17. April 2004

Große Pläne: Adeg Österreich will alle Eigenbetriebe privatisieren

  • Heuer sind noch 15 neue Standorte eingeplant
  • Adeg hofft auf Neueröffnung eines AGM-Marktes

Adeg Österreich AG setzt in Zukunft auf die Privatisierung ihrer Eigenbetriebe. Strategien werden entwickelt, um den selbstständigen Adeg-Einzelhandelskaufmann zu fördern und ihm Expansionsmöglichkeiten zu schaffen, erklärte Vorstandsmitglied Roland Stübing bei einem Pressegespräch anlässlich der Adeg-Frühjahrsmesse im Mode- und Eventcenter in Salzburg-Bergheim. Für heuer seien österreichweit 15 neue Standorte mit einer Verkaufsfläche von insgesamt rund 8.000 Quadratmetern geplant. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrage 25 Millionen Euro.

Die Lebensmittelkette, die zu 75 Prozent der deutschen Edeka-Gruppe gehört, kämpft nach wie vor gegen den Abschmelzungsprozess. Im Vorjahr mussten 47 Kleinkaufleute zusperren. Deren Geschäfte verfügten über eine durchschnittliche Verkaufsfläche zwischen 80 und 150 Quadratmetern, erläuterte Stübing. Betriebswirtschaftlich gesehen rentiere sich nur eine Fläche von mehr als 500 Quadratmetern, und man werde jetzt in jedem Bundesland die größtmögliche Fläche realisieren, so Stübing.

In der Umgebung von der Stadt Salzburg plant die Adeg-Tochter "AGM Crash & Carry" einen neuen Großmarkt mit rund 4.500 Quadratmeter Verkaufsfläche. Die Eröffnung ist für Herbst 2005 vorgesehen. Zudem werden heuer zwei neue "50plus"-Märkte in Graz und Vorarlberg entstehen.

Durch die Zusammenführung der "Adeg aktiv" und "Adeg contra"-Filialbetriebe in die "Adeg Markt GesmbH" seien sämtliche Betriebssparten der Adeg in eigenständige Gesellschaften gegliedert, die Struktur damit klar. Ob der Name Edeka einfließen werde, darüber soll im Mai eine klare Aussage getroffen werden, sagte Mohler. (apa/red)

17.4.2004 14:34