Illegale Absprachen im heimischen Schuhhandel vermutet
- Wettbewerbs-Behörde ermittelt wegen Lieferstopp
- Strafaktion gegen Diskonter?
Im heimischen Schuhhandel werden illegale Absprachen befürchtet: Ein Salzburger Diskonter hat sich an die Bundeswettbewerbsbehörde in Wien gewandt. Er werde von 13 Lieferanten und Produzenten nicht mehr beliefert, weil er Schuhe unter dem empfohlenen Verkaufspreis anbiete. Die Behörde hat Hinweise auf weitere Absprachen und kennt zumindest einen weiteren Fall von Lieferboykott.
Mit Preisen bis zu 30 Prozent unter dem empfohlenen Verkaufspreis lockt das Walser Unternehmen Schuh-Braun seine Kunden. Doch wegen seiner Preisgestaltung wird Firmenchef Martin Braun von 13 heimischen Lieferanten und Produzenten nicht mehr beliefert. Er beziehe im Moment die Ware über Umwege über Deutschland und Italien, so Braun. "Wir haben allerdings den Nachteil, dass wir unsere Standardrabatte, die wir über Jahre hatten, nicht mehr bekommen."
"Wir untersuchen die ganze Branche. Da stinkt einiges", schilderte Stefan Keznickl von der Bundeswettbewerbsbehörde am vergangenen Mittwoch im "Standard". Es werde offenbar auf einige Einzelhändler Druck ausgeübt, dass sie gewisse Preise einhalten. "Die Wettbewerbsbehörde hat Hinweise, dass es weiterhin Absprachen gibt." Er spricht von mindestens einem weiteren Fall eines Lieferboykotts, wollte aber wegen seiner laufenden Recherchen keine Namen nennen.
Grundsätzlich, so Keznickl, sei gegen empfohlene Endverkaufspreislisten nichts einzuwenden, aber es dürfe auch nichts machen, wenn sich ein Händler nicht daran hält. Bereits im Jahr 2001/02 sind nach ähnlichen Boykott-Aufrufen von einem Grazer Gericht derartige Praktiken untersagt worden.
(apa, red)
Wetter in Österreich08:07
Es trübt sich einWoche nach Pfingsten unbeständig. Sonne, Regen und Gewitter - alles ist möglich.
Tirol10:21
Betrunken am SteuerProbeführerscheinbesitzerin mit 1,7 Promille Alkohol im Blut von Polizei angehalten
Grand Prix von Monaco08:07
Pool-Party bei Red BullWebber feiert seinen ersten Saison-Sieg. Vettel dementiert Vorvertrag mit Ferrari.

