Presseinformationen: Paris will angeblich Zentralbank-Gold verkaufen
- 100 Tonnen Gold für Zukunftsprojekte
- Gold hat ungefähr einen Wert von 1,12 Mrd. Euro
Der neue französische Finanzminister Nicolas Sarkozy will nach Presseinformationen etwa 100 Tonnen Gold aus dem Vermögen der französischen Zentralbank verkaufen, um Geld für Zukunftsprojekte zu erlösen. Bereits am vergangenen Donnerstag hatte Sarkozy im Fernsehen den Verkauf von Zentralbank-Gold prinzipiell gutgeheißen, sofern er nicht zur allgemeinen Etatdeckung diene. Notenbank-Chef Christian Noyer hatte am 24. März einen Goldverkauf zur Finanzierung der Forschung abgelehnt.
Nun wolle Sarkozy Gold für 1,12 Milliarden Euro auf den Markt werfen, berichtete die Zeitung "Le Parisien" am Samstag. Wegen der Maastrichter Vorschrift, das Vermögen in der Bilanz der Banque de France zu belassen, solle die Notenbank ein Sonderkonto einrichten und das Geld anlegen. Die Zinsen stünden dann für Projekte zur Verfügung. Bei 3 Prozent Zinsen wären das lediglich 33 Millionen Euro im Jahr. Die Verschuldung aller öffentlichen Haushalte in Frankreich summiert sich auf annähernd 1000 Milliarden Euro. Daraus ergeben sich Zinskosten von jährlich 40 Milliarden Euro. (apa)
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