Jede Partie ein Endspiel: Austria zieht nach GAK-Patzer den Zielspurt an
- Veilchen liegen nun zwei Punkte vor den "Roten Teufeln"
- Verträge mit Vastic, Gilewicz und Blanchard verlängert

·Rapid nach Sieg Tabellendritter
Pasching - Bregenz 1:1, Mattersburg - Admira 3:0
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Heißt der Meister wieder Austria oder packt's GAK
Endspurt in der Bundesliga: Double-Gewinner Austria Wien hat sich nach der 30. Runde vom Verfolger GAK etwas abgesetzt. Während die Grazer beim Schlusslicht Kärnten über ein torloses Remis nicht hinaus kamen, feierten die Wiener gegen Salzburg einen 3:0-Heimsieg und liegen nun zwei Punkte vor den "Rotjacken". Neuer Dritter ist Rapid dank eines 2:1-Auswärtserfolges gegen Sturm, weil Pasching in Bregenz nur ein 1:1 erreichte. Mattersburg fuhr mit dem 3:0 im Pappelstadion gegen die Admira wichtige Punkte im Abstiegskampf ein.
Auch abseits des Spielfeldes bleibt die Austria am Ball. Das erfahrene Trio Gilewicz, Vastic und Blanchard wird auch nächste Saison wieder im Dress der Violetten auf Torjagd gehen, die von der Austria gezogenen Optionen verlängern die Verträge automatisch bis zum Saisonende 2004/05. Für den kommenden Schlager gegen den GAK im Horr-Stadion konnten unterdessen bereits 7.000 Karten abgesetzt werden.
Vierter Sieg in Folge
Der vierte Sieg in Folge bescherte den Wienern in der Tabelle zwei Punkte Vorsprung auf die Grazer. Helstad (34.), Gilewicz (64.) und Rushfeldt (75.) schossen in der ansprechenden Partie die gut mitspielenden, aber im Abschluss erfolglosen Salzburger k.o. In den vorangegangenen drei Saisonspielen mit den Mozartstädtern hatte der Titelverteidiger nur ein einziges Mal (bei allerdings keinem Gegentor) getroffen.
Seit Günter Kronsteiner bei der Austria zum neuen starken Mann avancierte, läuft es bei den Favoritnern wie geschmiert. Vier Siege in vier Spielen in der Meisterschaft bei einem Torverhältnis von 12:2, dazu der Einzug ins Cup-Semifinale - nach den Unstimmigkeiten gegen Ende der Ära Löw ist beim Titelverteidiger wieder alles eitel Wonne, wenn auch Kronsteiner auf die Euphoriebremse trat. "Man kann nicht alles positiv sehen, denn wir haben viele Chancen zugelassen", meinte der Steirer.
Dies sei jedoch auf die neue Philosophie beim Meister zurückzuführen. "Wir nehmen bewusst mehr Risiko und haben attraktiv nach vorne gespielt, denn wir haben gewusst, dass wir in der Offensive um ein Quäntchen besser sind", erklärte der Sportmanager. Sein Widerpart Peter Assion, dessen Elf die fünfte Auswärtsniederlage in Folge kassierte, haderte mit der schlechten Chancenauswertung: "Wir haben super Fußball gespielt, aber leider das Tor nicht gemacht, bei einigen Möglichkeiten waren wir aber auch zu egoistisch."
GAK-Siegesserie gegen Kärnten gestoppt
Die Kantersieg-Serie des GAK gegen FC Kärnten in der Bundesliga ist ebenfalls zu Ende gegangen.zu Ende gegangen. Der Titelaspirant kam nach gesamt 13:3 Toren in den bisherigen drei Saison-Duellen mit dem Tabellen-Schlusslicht in Klagenfurt nur zu einem torlosen Remis.
Die Kärntner holten zwar den ersten Punkt gegen den GAK in diesem Spieljahr, verdient hätten sie sich aber drei. Auch wenn die Partie die meiste Zeit über kein aufregendes Niveau hatte, waren die gefällig spielenden Gastgeber einem Tor mehrmals näher, die Steirer verzeichneten hingegen keine einzige effektive Torchance.
Ärger über die Schiedsrichterleistung
Nach dem Wechsel hatte der GAK Glück, dass Schiedsrichter Mostböck nicht auf Elfmeter entschied, als Akwuegbu von Standfest im Strafraum am Leibchen gehalten wurde. 13 Minuten später war der Unparteiische allerdings weniger gnädig mit den "Rotjacken", Teamspieler Toni Ehmann wurde nach einem Foul an Hota mit Gelb-Rot vom Feld geschickt.
Bei Walter Schachner war der Ärger über Schiedsrichter Mostböck groß, weil der Referee GAK-Kapitän Toni Ehmann für Schachner unberechtigterweise mit Gelb-Rot vom Platz stellte. "Das war eine Frechheit. Die Verantwortlichen sollten sich etwas einfallen lassen, damit das Ganze nicht wieder in eine bestimmte Richtung geht, die für den österreichischen Fußball nicht gut ist", unkte "Schoko".
Auch Ehmann selbst ereiferte sich nach dem Ausschluss, den er als "schwachsinnig" bezeichnete: "Meiner Meinung nach waren heute alle drei vom Schiedsrichter-Team überfordert. Wir sind absolut benachteiligt worden." (apa/red)
