Gut gespielt, trotzdem verloren: Melzer in Houston knapp an Roddick gescheitert
- Im Viertelfinale mit 5:7 und 6:7 unterlegen
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Der Routinier schlägt beim Raiffeisen Grand Prix auf
Jürgen Melzer ist in der Nacht auf Samstag beim 400.000-Dollar-Turnier von Houston knapp an Turnierfavoriten Andy Roddick gescheitert. Der Österreicher unterlag trotz famoser Leistung dem US-Amerikaner im Viertelfinale mit 5:7 und 6:7 (5). Weil Melzer im Vorjahr in Texas erst im Halbfinale (an Andre Agassi) gescheitert war, bedeutet dies einen kleinen Rückfall im Ranking.
Der als Nummer acht gesetzte Österreicher vertraute auch bei der Daviscup-Revanche gegen Roddick auf seine Stoppbälle und brachte den Weltranglisten-Zweiten damit mehrmals in Verlegenheit. Bei 5:4 servierte er sogar auf den Gewinn des ersten Satzes, Roddick zog sich aber mit einem Uralt-Trick aus Affäre. "Ich habe ihm etwas zum Nachdenken gegeben und es hat glücklicherweise funktioniert", erklärte der 21-jährige US-Boy. Im zweiten Satz rettet sich Melzer bei 4:5 zwar mit einer ähnlichen Taktik, kurz darauf war die Niederlage aber doch besiegelt.
Fachjournalisten attestierten dem Österreicher "inspirierendes Spiel" und lobten den Deutsch-Wagramer für sein zeitweise spektakuläres Tennis. Roddick staunte vor allem über die Taktik seines Gegners. "Es ist eine verrückte Taktik, die er spielt. Er spielt die Stoppbälle immer, manchmal völlig überraschend. Manchmal dann, wenn du sie dir wünscht, manchmal greift er sogar damit an."
Im Halbfinale trifft Roddick auf den Peruaner Luis Horna. Im anderen spielen Andrei Pavel und der Deutsche Tommy Haas, der erstmals seit seinem Comeback und damit erstmals seit 19 Monaten ein Halbfinale erreichte.
Das erste Semifinale des Jahres hat auch Venus Williams beim WTA-Turnier in Charleston erreicht. Nach dem 6:3,6:4 über Wera Zwonarewa spielt sie nun gegen die Kroatin Jelena Kostanic. Für die große Überraschung sorgte die Schweizerin Patty Schnyder, die Lindsay Davenport in nur 52 Minuten mit 6:3,6:2 besiegte und damit den Erfolgslauf der als Nummer fünf gesetzten Kalifornierin beendete. Davenport hatte bei ihren letzten drei Turnieren in Tokio, Indian Wells und Amelia Island jeweils das Finale erreicht und nur in Indian Wells nicht gewonnen. (APA/Red.)
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