Freitag, 16. April 2004

Alle Neune: Vienna hotVolleys in nur vier Partien gegen Tirol Volleyball-Meister

  • Erstmals seit 2000 kein einziges Finalspiel verloren
  • Grundstock der Mannschaft soll gehalten werden

Die "best of seven"-Finalserie in der österreichischen VolleyLeague ist entschieden. Die Vienna hotVolleys gingen am Freitagabend in Innsbruck gegen Cupsieger VT Tirol mit einem 3:1-Erfolg (25:23, 25:18, 20:25, 25:20) uneinholbar mit 4:0 in Führung und triumphierten bei ihrem neunten Titelgewinn in Serie erstmals seit 2000 wieder in nur vier Partien.

Mit Champagner, Bier und Wiener Schnitzel haben die Aon hotVolleys Freitagnacht in Innsbruck ausgelassen den 16. Volleyball-Meistertitel der Klubgeschichte gefeiert. Die Wiener starteten ihre Party nach dem glatten 4:0-Erfolg in der "best-of-seven"-Finalserie gegen Cupsieger VT Tiroler Wasserkraft im Innsbrucker Alpengasthof Koreth, die Feier ging schließlich Samstagmittag bei der Busfahrt nach Wien munter weiter. Der überglückliche Manager Peter Kleinmann stellt inzwischen bereits die Weichen Richtung Saison 2004/2005, der Grundstock der Meistermannschaft soll in der Bundeshauptstadt gehalten werden.

"Wir wollen dieses Team kontinuierlich ausbauen, denn im Volleyball zählt Kontinuität, Harmonie und Zusammengehörigkeit", meinte Kleinmann, der am Tag danach über "eine schöne Art von Kopfweh" klagte. Mit Darko Antunovic und Jussi Heino haben zwei Schlüsselspieler noch einen laufenden hotVolleys-Vertrag, dem Team erhalten bleiben sollen auf jeden Fall auch die Kaliber Maciej Dobrowolski, Janne Petri Heikkinen (Kleinmann: "Einer der besten Spieler, die jemals in Österreich gespielt haben") und Gerald Reiser. Einziger Wermutstropfen für Kleinmann: Sohnemann Daniel wird seine Karriere bis auf weiteres beenden, auf Wunsch der Mutter wird der 21-Jährige ab Herbst eine Werbeakademie besuchen.

Auf seine Youngsters im Team ist Kleinmann sen. besonders stolz. "Sechs Spieler waren noch U21-spielberechtigt. Wir haben nie darüber gesprochen, aber im Grunde haben wir mit einem Kindergarten gespielt." Die hotVolleys haben bereits Verstärkung für ihren "Kindergarten" im Visier. "Wir sind am größten Talent Österreichs dran", berichtete Kleinmann, der damit den aktuellen Zweitliga-Spieler Phillip Schultes (19 Jahre, VBC Stainach) meint.

Dickes Lob gab es von Seiten der Wiener auch für den unterlegenen Finalisten Tirol, der sich allerdings mit dem überraschenden Cup-Sieg, dem dritten Rang im Top-Team-Europacup und einem Platz in der kommenden Champions-League trösten darf. "Wir mussten alles geben. Dass man zum Titelgewinn einen Europacup-Finalisten schlagen muss, zeigt das hohe Niveau im heimischen Volleyball. Das gibt es in keiner anderen Ballsportart in Österreich."

Acht Niederlagen in acht Meisterschaftsmatches für die Tiroler - allein diese Bilanz zeigt, dass die Wiener ein mehr als würdiger Meister sind. Der Trost für die Tiroler: Auch sie haben in der kommenden Saison einen Platz in der Champions League und spielen damit erstmals im Reigen der absolute Elite.
(APA/Red.)

16.4.2004 22:20