Freitag, 16. April 2004

Faszination Marathon: 86.000 laufen in London, Boston und Hamburg

  • Mehr als 7.500 Teilnehmer werden in Linz erwartet
  • Für internationale Topzeiten sollen 2 Kenianer sorgen

Faszination Marathon: Mehr als 86.000 Läufer haben sich für die drei großen internationalen Rennen in London, Hamburg und Boston angemeldet, die am Sonntag und Montag in Szene gehen. Viereinhalb Monate vor dem "Remake" auf der historischen Strecke von Marathon nach Athen am Schlusstag der Olympischen Spiele (29. August) sorgen die Ausdauerläufer am kommenden Wochenende für den bisherigen Saisonhöhepunkt auf der klassischen 42,195-km-Distanz.

Rund 45.000 Startnummern wurden allein für den London-Marathon vergeben, der am Sonntag (Frauen 10.05 Uhr MESZ/Männer 10.45 Uhr) gestartet wird. Hamburg (Start: Sonntag 9.00 Uhr) registrierte genau 21.345 Anmeldungen. Etwa 20.000 Teilnehmer werden beim Boston-Marathon erwartet, der am traditionellen Montag-Termin (18.00 Uhr MESZ) schon zum 108. Mal stattfinden wird.

Doch nicht nur breiten-, sondern auch spitzensportlich wird es aller Voraussicht nach einmal mehr der London-Marathon sein, der am meisten zu bieten hat. Masse und Klasse. Sowohl der Olympiasieger und Vorjahresgewinner Gezahegne Abera aus Äthiopien als auch der Weltmeister von Paris 2003, der Marokkaner Jaouad Gharib, sind dabei.

Während Weltrekordler Paul Tergat aus Kenia, der die Bestmarke von 2:04:55 Stunden im Vorjahr in Berlin aufgestellt hat, wegen einer Verletzung verzichten muss, sind zwei seiner starken Landsleute dabei: Sammy Korir lief in Berlin 2003 nur eine Sekunde hinter Tergat ins Ziel, Evans Rutto rannte im Oktober 2003 bei seinem Sieg in Chicago mit 2:05:50 Stunden so schnell wie kein Marathon-Debütant bisher. Bei den Frauen versucht Asien-Rekordhalterin Sun Yingjie (2:19:39) als erste Chinesin einen großen internationalen City-Marathon zu gewinnen.

Fette Siegerprämien
Gibt es in London 55.000 Dollar (46.172 Euro) für den Sieg, zahlen die Veranstalter in Boston sogar 80.000 Dollar (67.159 Euro) für Platz eins. Die Kenianer sind auch hier die Favoriten: Bei den Männern gehört Vorjahressieger Robert Cheruiyot dazu, bei den Frauen ist die Weltmeisterin Catherina Ndereba dabei.

Die Veranstalter des 3. Linz-Marathons, bei dem auch die heimischen Meister gekürt werden, erwarten am Sonntag (Startzeit: 9:52 Uhr) mehr als 7.500 Teilnehmer, wobei Alois Redl (Gmünd), Nicolas Salinger (Wr. Neustadt) und Andreas Lindner (Wien) nach der Absage von Erich Kokaly als Favoriten auf den ÖLV-Titel gelten. Bei den Frauen ist Carina Lilge-Leutner (LCC Wien) erste Anwärterin auf Meisterschaftsgold.

Für internationale Topzeiten sollen die beiden Kenianer John Kiprono (Sieger 2002 und Streckenrekordhalter mit 2:13:20 Std.) und Simon Lopuyet sowie der Ukrainer Andrej Naumow und dessen Landsfrau Jelena Fadejewa sorgen, die im Vorjahr in der Streckenrekordzeit von 2:33:03 siegte. Fadejewa will in Linz das ukrainische Olympialimit von 2:30 unterbieten. (apa/red)

16.4.2004 11:46