Freitag, 16. April 2004

Tornado-WM: Rückschlag für Österreichs Parade-Segler Hagara/Steinacher

  • Abstand zu den Medaillenrängen hält sich in Grenzen
  • 49er waren bei der WM in Athen zum Warten verurteilt

Roman Hagara/Hans Peter Steinacher haben bei der Tornado-WM vor Palma de Mallorca einen rabenschwarzen Tag erwischt. Mit den Plätzen 25 und 22 verlor das ÖSV-Duo im Gesamtklassement sieben Positionen, der Abstand auf die Medaillenränge hielt sich mit 18 Punkten aber in Grenzen, da auch die direkten Konkurrenten in den bisherigen sechs Wettfahrten kräftig in den Punkte-Topf griffen.

"Es waren die zurzeit für uns ungünstigsten Bedingungen, stark böiger und drehender Wind. Wir waren mehr mit dem Boot als mit Gegnern und Taktik beschäftigt", erklärte Hagara. Die Österreicher kämpften mit mangelnder Bootsgeschwindigkeit und taktischen Unsicherheiten. "Es ist von außen nicht ersichtlich, ob sie langsamer sind und dadurch auch fehleranfällig werden oder umgekehrt", meinte Coach Alfred Pelinka. Der Ruhetag soll gemeinsam mit Sportpsychologen Günther Amesberger genutzt werden, um noch eine Trendwende herbeizuführen.

Mit einer ausgeglichenen Serie und insgesamt zwei Wettfahrtsiegen setzten sich die argentinischen Trainingspartner Santiago Lange/Carlos Espinola an die Spitze des Feldes. "Santiago ist mit einem leicht modifizierten Jessenig-Segel unterwegs. Das zeigt uns, dass wir punkto Material am richtigen Weg sind", analysierte Steinacher. Samstag und Sonntag stehen noch je zwei Wettfahrten am Programm.

Die 49er waren bei den Weltmeisterschaften vor Athen zum Warten verurteilt, wegen Sturm konnte keine Wettfahrt gesegelt werden. Die Österreicher Nico Delle-Karth/Niko Resch liegen nach den ersten drei Wettfahrten an 39. Stelle.

Tornado-WM - Stand nach sechs Wettfahrten:
1. Santiago Lange/Carlos Espinola (ARG) 24
2. Leigh McMillan/Mark Bulkeley (GBR) 24
3. Darren Bundock/John Forbes (AUS) 34
weiter:
11. Roman Hagara/Hans Peter Steinacher (AUT) 52

(apa)

16.4.2004 08:45