Montag, 12. April 2004

Schwimmen: Jukic und Podoprigora absolvieren intensives Trainings-Camp

  • Jukic: "Bin nicht sicher, dass in Athen alles fertig wird"
  • Erster Test Ende April bei der EM in Madrid

Die Freibäder öffnen zwar schon traditionell erst am 1. Mai, für Österreichs Schwimm-Asse ist die "Badezeit" aber schon wieder in vollem Gang. Mirna Jukic und Maxim Podoprigora absolvieren zur Zeit parallel ein intensives Trainings-Programm. Parallel, aber nicht gemeinsam. Denn während Jukic seit Anfang April in Athen für Olympia trainiert, täglich rund zehn Kilometer schwimmt, bereitet sich "Podo" in der slowakischen Stadt Zilina vor.

Beide Camps laufen noch bis Sonntag, ehe es in der nächsten Woche beim Austria-Meeting in der Wiener Stadthalle (23.-25.4.) für beide Wiener vor allem um einen guten Test für die EM in Madrid geht.

Trainings-Rückstand wieder aufgeholt
Podoprigora hatte ursprünglich vor, spätestens beim Meeting das Olympia-Limit zu erbringen und danach die EM eventuell sogar auszulassen. Doch nachdem er sich im Jänner bei einem Trainingsunfall am Knie verletzt hatte, war der Ex-Vize-Weltmeister im März noch rund zehn Tage mit einem grippalen Infekt außer Gefecht. "Den Trainingsrückstand habe ich wieder aufgeholt, die Basis ist wieder aufgebaut. Aber das größte Problem ist noch die Technik", erklärt "Podo".

In diesem Bereich liegt derzeit der Trainingsschwerpunkt des ehemaligen Kurzbahn-Europarekordlers. "Durch die Arbeit an Kraft und Ausdauer fühle ich mich momentan zwar müde, aber das kann bei mir am nächsten Tag schon ganz anders sein", hofft der ASV-Wien-Athlet, vielleicht doch schon beim Austria-Meeting auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Seine Klub-Kollegen Sebastian Stoss, Lukas Ostermaier und Birgit Koschischek trainieren auch in Zilina, für dieses Trio wird es in Wien um die erstmalige EM-Qualifikation gehen.

Podoprigora wird am Tag seiner Rückkehr vom Trainingslager seinen 26. Geburtstag feiern, Jukic beging in der Olympia-Stadt bereits am vergangenen Freitag ihren 18. Da das Schwimmbad Zapio am Karfreitag nur für ein Training offen war, blieb genügend Zeit zum Anstoßen. Mit dabei war auch ihre für zwei Tage aus Kroatien angereiste Mutter Mirela. Das Hauptaugenmerk der Doppel-Europameisterin liegt aber natürlich auf dem Training. "Ich schwimme täglich zwei Einheiten, dazu kommt Gymnastik", sagt sie. Immer mit dabei ist Bruder Dinko.

Jukic trainiert schon im Freien
Während Podoprigora in der Halle trainiert, schwimmt Jukic bei Temperaturen um mittlerweile 25 Grad im Freien. Den im Bau befindlichen Olympia-Komplex will sich die Gymnasiastin in den nächsten Tagen noch anschauen, generell hat sie bezüglich der Vorbereitungsarbeiten aber kein gutes Gefühl: "Seit vergangenen Mai hat sich nicht viel geändert. Auf den Bussen steht zwar www.athens2004.com, und Leibchen und Anstecker werden verkauft. Ich bin mir aber nicht so sicher, ob die noch rechtzeitig fertig werden."

12.4.2004 10:52